Montag, 11. April 2016

Alles hat ein Ende, leider auch unsere Reise!

Jetzt ist es schon etwas länger her seit unserem letzten Blog, aber es ist in den letzten Tagen so einiges passiert und da ist es manchmal schwer die Zeit zu finden alles zusammen zu schreiben. Als erstes möchtet ihr sicher wissen, wo wir im Moment sind, oder? Wir sind wieder im bekannten und heimischen Klausen angekommen. Ja, ihr habt richtig gehört, wir sind wieder zuhause angekommen.

Unsere letzten Tage der Weltreise

Eigentlich haben wir uns bei der Planung unserer Reise darauf konzentriert, dass wir heuer dem Winter ausstellen und uns immer in sehr warmen Gegenden aufgehalten. In Chicago hat uns der Winter dann doch eingeholt. Wir hatten von drei Tagen einen halben Tag Sonne und den Rest kalt und Schnee. Da wir keinen Winter hatten ist es uns wahrscheinlich doppelt so kalt vorgekommen. Chicago wird auch die windige Stadt genannt, zum einen weil es dort richtig windig sein kann und zum anderen weil die Politiker dort auch gerne viel Wind um nichts machen.

Trotzdem haben wir das Beste daraus gemacht und uns so viel wie möglich angeschaut. Chicago ist bekannt für seine Brücken und Flüße die durch die Stadt führen. Darüber hinaus hat die Stadt auch eine Oberlandbahn mit der man durch die ganze Stadt fahren kann. Sieht von der Straße etwas merkwürdig aus, aber man kann ich sehr viel von der Stadt so sehr gut anschauen.



Unser letzter Besuch im Hard Rock Cafe

Nun sind wir schon in so vielen Hard Rock Cafes auf unserer Reise gewesen, aber am letzten Tag mussten wir noch was Gutes beim Hard Rock Cafe in Chicago essen. Wir haben einige tolle T-Shirts in den verschiedenen Cafes gekauft und auch oft dort sehr gut gegessen und das passte als Abschluss unseres USA-Trips doch sehr gut rein.


Kurzer Umweg auf dem Weg nach Hause

Unser Rückflug war mit einem kleinen Umweg verbunden. Da es viel günstiger war, sind wir nicht direkt von Chicago nach Mitteleuropa geflogen, sondern sind in Island zwischengelandet. Wir hatten 45 Minuten Umstiegszeit in Island geplant und da unser Flug dann auch noch eine halbe Stunde zu spät in Chicago gestartet ist, hatten wir die Hoffnung schon aufgegeben und dachten nicht mehr, dass wir den Anschlussflug in Island schafen. Nachdem der Flieger aber etwa 15 Minuten schneller als geplant war und wir am Flughafen in Rekjavik, dann ein bisschen Gas gegeben haben, haben wir es doch noch geschafft und sind dann pünktlich in München gelandet. Unglaublich, aber wahr!



Ankommen in eine etwas fremde Wohnung

Am Dienstag Abend waren wir dann endlich in Südtirol angekommen und haben die Schlüssel für unsere Wohnung wieder bekommen. Eine Arbeitskollegin hat während unserer Abwesenheit in unser Wohnung gewohnt und hat sehr gut auf unser Zuhause geschaut. Als wir aber dann wieder in der Wohnung waren, mussten wir beide zugeben, dass es sich nicht ganz so heimisch wie früher anfühlt. Nach ein paar Tagen und nachdem wir nun alle unsere Sachen wieder ausgepackt haben, sieht die Situation anders aus und unsere Wohnung fühlt sich auch wieder richtig an.

Tante Franziska und Onkel Ivan

Zwei ganz besondere kleine Menschen haben auch auf unsere Rückkehr gewartet. Meine Schwester Silvia hat genau am 5. April, nachdem wir in Südtirol angekommen waren, ihre Zwillinge bekommen und ich, Franziska, bin zum ersten Mal Tante geworden, und dann gleich doppelt. Die zwei Kleinen, Anna und Samuel, sind gesund und munter und wir sind alle sehr stolz auf Silvia, dass sie die Schwangerschaft mit Zwillingen so gut gemeistert hat.

Eine letzte Zusammenfassung

Hier eine Kurzfassung unserer Weltreise in Zahlen:
1x rund um die Welt
143 Tage auf dem Weg
4 Kontinente, 7 Staaten und 10 Bundesstaaten der USA haben wir bereist
3 Camper und 6 Autos sind wir gefahren
17.700 km haben wir mit allen unseren Fahrzeugen zurück gelegt
13 Flieger, 1 Fähre, 1 Hubschrauber haben wir bestiegen
54 verschiedene Unterkünfte (Jugendherbergen\Hostels\Motels\Hotels)
1 Übernachtung auf einem Schiff und 2 Übernachtungen im Outback unter freiem Himmel
7841 Fotos wurden geschoßen

1 unvergessliche Reise!!!



Danke und bald wieder in Echt

Wir bedanken uns bei allen die immer fleißig gelesen haben und hoffen, dass es allen Spass gemacht hat unsere Reise durch unseren Blog ein bisschen mit zu verfolgen. Jetzt könnt ihr uns gerne wieder in Echt treffen, so weit sind wir nun nicht mehr weg.

Montag, 4. April 2016

Route 66 beendet und in Chicago angekommen

Heute melden wir uns aus Chicago. Wir haben unseren roten Flitzer nach 18 Tagen abgegeben und sind nun wieder zu Fuss unterwegs. Wir müssen euch aber noch erzählen wie wir den letzten Teil der Reise verbracht haben.

Eine der bekanntesten Brücken über den Mississippi

Die Chain of Rocks Bridge, übersetzt die Steinkettenbrücke, wurde 1929 fertig gestellt und war damals eine der wichitgsten Brücken, die über den Mississippi führte. Nun ist die Brücke nicht mehr für den Verkehr geöffnet, aber man kann immer noch darüber spazieren oder es führt ein Radweg drüber. Wir sind ein Stück darauf spaziert und das war schon ganz spannend.


Noch mehr Einzigartiges auf der Route 66

Wir haben ja von Anfang an nicht 100% versucht die genaue Route 66 zu fahren, aber einige Abschnitte haben wir uns doch gegeben. Wichtiger als die Straße zu fahren, war uns die ganzen einzigartigen Dinge, die es auf der Strecke gibt, zu finden.


Um nur ein Paar der Letzten aufzuzählen: die weltgrößte Ketchup-Flasche, welche eigentlich ein Wasserspeicher ist, der Gemini Giant, der ein Riese am Straßenrand ist, oder auch die vielen Route 66-Schilder, die überall zu finden sind. Auf gewissen Streckenabschnitten wäre es auch extrem schwierig gewesen der Route 66 zu folgen, da sie in den Jahrzehnten als es sie gab mehrmal verlegt wurde. So gab es manchmal auch ein Schild das gerade aus gezeigt hat und ein anderes das nach links oder rechts gezeigt hat mit einer anderen Jahreszahl.


Die letzte Hauptstadt auf unserem Weg - Springfield, Illinois

Jetzt denkt vielleicht gleich jeder an die Simpson, wenn wir Springfield schreibe, aber da liegt ihr falsch. Dieses Springfield ist eine tolle Stadt mit gut 110.000 Einwohner und sehr viel Geschichte. Obwohl diese Stadt viel kleiner ist als Chicago, ist dennoch Springfield die Hauptstadt von Illinois und daher findet man dort auch einige tolle Gebäude, die den Regierungsitz darstellen.


Der wohl bekannteste Einwohner von Springfield war vor vielen Jahren einer der wichtigsten amerikanischen Präsidenten, Abraham Lincoln. Man findet überall in der Stadt Bilder und Skulpturen von ihm und man kann sogar noch sein Haus besichtigen. Lincoln war einer der wichtigsten Präsidenten, da er die Sklaverei abgeschaffen hat und das Land während dem Bürgerkrieg zusammen gehalten hat.


Endlich am Ziel in Chicago angekommen

Wir haben mit unserem Mietwagen nun 18 Tage verbracht und haben über 4700 km von Los Angeles, Kalifornien bis nach Chicago, Illinois hinter uns gebracht. Wir sind durch 9 amerikanische Staaten durchgefahren: Kalifornien, Nevada, Arizona, Oklahoma, New Mexico, Texas, Missouri, Kansas und Illinois. Und wir sind froh, dass wir diese Reise gemacht haben. Wir haben Zonen der USA gesehen, die wir sonst sicher nie gesehen hätten und das war richtig spannend.


Tolle Millionenstadt direkt am Michigan-See

Chicago ist eine typische Großstadt mit sehr vielen Hochhäusern und einem großen Verkehrsproblem. Zu Fuß ist die Innenstadt sehr gut zu erkunden und man kann dort viel erleben. Chicago ist eine sehr alte Stadt und bietet daher auch sehr viel Geschichte zu entdecken. Wir haben auch hier wieder eine kostenlose Führung mitgemacht und dort haben wir viel über die Wolkenkratzer der Stadt erfahren und auch über das große Feuer um 1890.



Aber auch über viel Neues haben wir mehr erfahren, wie dem Millenium-Park, den es seit 2004 gibt, oder dem neuen Trump-Hochhaus, das es seit 2006 gibt. Die Stadt haben wir uns natürlich auch wieder von oben angeschaut, von der Aussichtsplattform 360 Chicago vom 93 Stockwerk. Hier ein paar tolle Fotos, die wir euch zeigen möchten:


Deep-dish Pizza - eine Spezialität von Chicago

Als wir von dieser Spezialitäten gehört haben, mussten wir es natürlich gleich ausprobieren. Es sieht ein bisschen aus wie ein Pizzakuchen und schmeckt auch ein wenig so. Ihr müsst euch das vorstellen wie eine Pizza mit mehreren Teiglagen und zwischen den Lagen sehr viel Mozzarella. Diese Chicago-Style-Pizza war echt mal was anderes, aber wir freuen uns doch auf unsere Südtiroler Pizza.


Freitag, 1. April 2016

Route 66 - und weiter geht es Richtung Chicago

Nun sind wir nur noch 300 km von Chicago entfernt und haben wieder einige tolle Sachen entdeckt. Wir waren uns zu Beginn nicht ganz so sicher, ob es nach den ewig langen Strecken, die wir in Australien zurück gelegt haben, eine gute Idee ist nochmals so weit mit dem Auto zu fahren. Bis jetzt haben wir aber wirklich viele interessante Gegenden der USA gesehen und durchquert und bereuen es sicher nicht.


Spezielles auf der Route 66





Jeder versucht auf der noch existierenden Strecke der Route 66 etwas Spezielles für die vorbeikommenden Touristen zu bieten. Einige Gebäude gibt es wirklich noch aus den 30iger oder 40iger Jahren wie zum Beispiel eine runde Scheune im Staat Oklahoma. Sie werden oft liebevoll restauriert und die Besitzer sind auch ganz liebe Leute und freuen sich über jeden Besuch.


Andere Sehenswürdigkeiten gibt es aber auch erst recht kürzlich, wie z.B. die POP Raststätte. Dort wurde um Leute anzuziehen eine riesige Neonflasche aufgestellt und der Laden verkauft über 120 verschiedene Sorten von Soda-Getränken. So merkt man, dass es die Straße vielleicht nicht mehr durchgehend gibt, aber sie bleibt doch noch in den Köpfen der Menschen.


Tulsa - eine Stadt mit vielen Art Deco Gebäuden

Tulsa ist die zweite große Stadt in Oklahoma, durch die wir durch gekommen sind. Überrascht hat uns im Zentrum von Tulsa, dass die Hochhäuser nicht wirklich neu sind, sondern alle vor vielen Jahren gebaut wurden. Der Baustil ist daher auch sehr interessant.
In der Nähe von Tulsa haben wir auch nochmals unser Glück in einem Casino versucht, da wir herausgefunden haben, dass es gleich in der Nähe ein Hard Rock Hotel und Casino gibt. Das Casino war wieder super schön engerichtet und wir hatten dort ein gutes Abendessen und viel Spass beim verspielen unserer 5 Dollar.



Kurzer Zwischenstopp durch Kansas

Die Autobahn, die die Route 66 ersetzt hat, lässt den Staat Kansas ganz aus. Die alte Strecke ist knapp 20 km durch den Staat Kansas gefahren und das wollten wir natürlich nicht verpassen. Wir haben somit versucht die alte Strecke zu fahren und haben wieder einige süsse Städtchen gesehen und auch den Truck von Cars gefunden.


Jeder der den Comicfilm Cars gesehen hat, kennt diesen lieben Truck und hier haben wir ihn gefunden. Anscheinend war dieser Abschlepper wirklich eine Inspiratio für die Zeichner des Comics und nicht umgekehrt.

Weiter geht es durch Missouri

Hinter der Grenze von Kansas, ging es für uns nach Missouri. Ebenfalls ein Staat im Zentrum von USA, aber doch etwas anders als der Rest. Die Staaten drum herum sind alle flach und werden hauptsächlich, als Kornkammer der Nation genutzt, da es Wiesen und Äcker gibt, soweit das Auge reicht. Hier in Missouri gibt es viel mehr Wald und die Landschaft ist viel hügeliger als drum herum.

Hier findet man auch das wohl größte Freizeitgeschäft der Welt, Bass Pro Shop Outdoor World. Das Geschäft ist gut sieben Fussballfelder groß und bietet wirklich alles was man für draußen braucht. Wenn man in den Shop rein kommt, dann könnte man fast meinen, dass man in einem Zoo gelandet ist. Man sieht riesige Aquarien mit riesigen Fischen drin und es gibt sogar ein Terrarium mit Alligatoren drin.


Typisch amerikanisch, ist die Jagdabteilung riesengroß und man kann auch sehr viele verschiedene Waffen kaufen. An den Wänden findet man auch sehr viele ausgestopfte Tiere. Darunter war auch ein riesiger Grizzly, der so echt und lebendig ausgeschaut hat. Das war Wahnsinn.


Das kleine Dörfchen Cuba

Auf unserem Weg lag auch das kleine Dörfchen Cuba. Dort findet man wieder so eine interessante Attraktion an der Route 66, nämlich den größten Schaukelstuhl der Welt. Und wenn man so davor steht, muss man zugeben, dass er wirklich riesig ist.


Ansonsten gibt es noch die Wandmalereien, die überall in der Stadt zu finden sind. Einige davon sind richtig gut und jedes davon ist irgendwie mit der Geschichte der Stadt verbunden.


Fantastic Caverns - tolle Höhlen überall in Missouri

Missouri ist der Staat der Höhlen und da mussten wir uns doch unbedingt eine der Höhlen anschauen. Wir haben uns die Fantastic Cavern ausgesucht, weil es die einzige Höhle ist, in der man mit einem Jeep rein fahren kann und das ist ja was ganz besonderes.

Es gab ein paar tolle Formationen zu sehen und wir haben einiges über die Geschichte der Höhle erfahren. Diese Höhle wurde in den 20iger Jahren als illegaler Nachtclub benutzt. Während der großen Depression hatte niemand Geld für solche spassigen Sachen auszugeben, daher haben sie die Höhle dazu benutzt um Pilze anzubauen. In den 60iger und 70iger Jahren wurden dann sehr viele Konzerte in der Höhle abgehalten. Also wirklich sehr geschichtsträchtig.


St. Louis - die Hauptstadt von Missouri

Das Wetter hat es am ersten Tag in St. Louis nicht ganz so gut mit uns gemeint. Wir sind ins Zentrum rein gefahren und ein Gewitter hat extrem gewüttet. Es hat sogar gehagelt und es war so viel Wasser auf der Straße, dass man sich bei manchen Pfützen nicht sicher war, ob man nicht darin verschwindet. Gott sei dank, hatten wir am nächsten Morgen besseres Wetter und so konnten wir uns noch die Stadt genauer anschauen.

Wir konnten auch auf den Gateway Arch, dem größten und bekanntesten Denkmal der Stadt, raufgehen. Dieser Bogen ist fast 200 Meter hoch und wurde aus Stahl und Inox in den 60iger Jahren gebaut. Es gibt einen Aufzug, wie eine Art Zug darin, der einen zum höchsten Punkt des Bogens bringt, wo einige Fenster sind und man einen tollen Ausblick auf die Stadt hat.