Dienstag, 29. Dezember 2015

Adelaide genauer entdecken!

Obwohl wir nun schon zum dritten Mal in Adelaide sind, hatten wir bei den beiden ersten Stopps nicht wirklich viel Zeit uns die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten genauer anzuschauen. Da wir am Weihnachtstag wieder vom Red Center zurück nach Adelaide geflogen sind, hatten wir nun gute vier Tage um Adelaide und die Umgebung unter die Lupe zu nehmen und uns gefällt, was wir sehen.

Adelaide Central Market

Es gibt hier eine tolle Markthalle, wo an 5 Tagen in der Woche alles mögliche angeboten wird. Frisches Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Brot und auch fast alle anderen Lebensmittel sind hier vertreten. Wir haben auch gemerkt, dass der Central Market nicht nur eine Touristenattraktion ist, sondern auch die Einheimischen hier allerlei einkaufen oder auch mal in einem Cafe in der Markthalle frühstücken oder ihren Lunch essen.
Auf jeden Fall wirkt alles sehr sauber und die Produkte sind frisch. Die Preise waren auch gut und es kam uns sehr trendig vor.


Tierpark Cleland Wildlife Park

Adelaide bietet direkt im Zentrum einen Zoo mit vielen exotischen Tieren, wie fast jede große Stadt einen hat. Wi waren aber nicht so daran interessiert Pandas aus Asien oder Tiere von anderen Gegenden zu sehen. Wichtiger für uns war es die Tiere Australiens besser kennen zu lernen und da gibt es hier in Adelaide im Cleland Wildlife Park eine super Möglichkeit.
Der Park liegt direkt in einem Nationalpark in den Hügeln von Adelaide und man kann dort sehr viele typisch Australische Tiere sehen. Gleich am Anfang kann man in einem Reptilienhaus die verschiedenen australischen Schlangen, Mäuse und Echsen sehen. Wir durften auch bei der Fütterung der Tiere dabei sein und uns wurde einiges erklärt. Wusstet ihr eigentlich, dass 7 der 10 giftigsten Tiere auf der Welt in Australien zuhause sind? Aber dass die Tiere hier nicht unbedingt nach der Stärke des Gifts eingestuft werden, sondern mehr wie agressiv sie sind und wie tief sie dich beisen können.
Auch sehr interessant war die Fütterung der Tasmanischen Teufel, die es mittlerweile nur noch auf Tasmanien gibt und wegen ihrer gut durchbluteten Ohren ihren Namen haben, und der Dingos, die australischen Wildhunde, die von den asiatischen Wölfen abstammen. Zwei Tierarten, die man oft nicht wirklich auf dem Schirm hat, wenn man an Australien denkt.
Sehr groß ist auch die Zahl der verschiedenen Vögel, die man dort sieht und die typisch in Australien sind. Die Pelikane sind da schon richtige Brocken und wenn man ihnen zu Nahe kommt auch mal schnappen können. Eine Gans war überaus begeistert von meinen Schuhen und wollte unbedingt davon kosten.


Natürlich haben wir auch die typischen Tiere gesehen, wie Kanguruhs, Wallabies, Wombats, Emus, Echidnas und viele mehr. Man bekommt am Eingang eine kleine Tütte mit Trockenfutter für die Tiere und die meisten davon sind so zahm, dass sie dir aus der Hand fressen. Das ist ein tolles Erlebnis.



Ein Highlight war natürlich die Begegnung mit einem Koala, den wir sogar streicheln durften und natürlich musste das auch auf einem Foto festgehalten werden.


Badeort Glenelg

Dies ist ein Stadtteil von Adelaide direkt am Meer und mit einer Tram in ca. 30 Minuten vom Stadtzentrum erreichbar. Die Gegend ist super und der Strand endlos lang. Wir haben dort einen ganzen Tag verbracht und sind viel am Strand gelegen und es uns gut gehen lassen. Wenn wir ehrlich sind war das einer der ersten Strandtage, seit wir unsere Reise gestartet haben. Das hat wirklich gut getan.
Leider haben wir einen kleinen Sonnenbrand davon getragen, aber auch der wird wieder vergehen.


Die Stadt mit dem Rad entdecken

Eine tolle Möglichkeit die Stadt und auch die Parks von Adelaide zu entdecken ist ein Fahrrad. Da trifft es sich perfekt, dass man sich in vielen Büros in Adelaide kostenlos für einen Tag ein Rad mieten kann. Wir haben mit den kostenlosen Rädern eine tolle Runde um die Innenstadt gemacht und haben viel von den Parks in Adelaide gesehen. Sehr schön ist der Torrens Fluß, der direkt in der Stadt aufgestaut wird und es fühlt sich wie eine grüne Oase mitten in der Stadt an. Die Stadt hat super Radwege und wir hatten mi den Rädern eine tolle Zeit.
Nun verabschieden wir uns langsam von dieser sehr schönen Stadt und schauen, was es weiter südlich Richtung Melbourne so zu entdecken gibt.


Donnerstag, 24. Dezember 2015

Unser Outback-Erlebnis im Zentrum von Australien

Heute endet unser Erlebnis im Red Center von Australien und wir müssen echt zugeben, dass es ein Abenteuer der Extraklasse war.

Flug nach Alice Springs

Wir sind von Adelaide nach Alice Springs geflogen. Knapp zwei Stunden war der Flug lag und es kam einem vor als wäre man in einer anderen Welt gelandet. Alice Springs ist eine der wenigen, wenn nicht gar die einzige größere Stadt im Zentrum von Australien. Wir mussten uns selbst erst schlau machen und uns wurde gesagt, dass hier gut 20.000 Menschen wohnen. Die nächsten großen Städte sind Adelaide im Süden und Darwin im Norden und beide liegen circa 1500 km von Alice Springs entfernt. Könnt ihr euch das in Europa vorstellen?

Wir hatten auch mal gedacht mit einem Camper, dem Bus oder dem Zug hier rauf zu fahren, aber da wir sicher noch in nächster Zeit oft genug mit diesen Verkehrsmitteln unterwegs sind, haben wir uns fürs Fliegen entschieden.


Start ins Outback-Abenteuer

Am Dienstag sind wir dann schon kurz nach 5 Uhr morgens von Alice Springs aus zusammen mit einer kleinen Gruppe ins Outback gestartet. Die erste Hälfte bestand darin gut 500 km von Alice Springs zum Kings Canyon zu fahren.


Beim Kings Canyon haben wir uns bei 30 Grad, was verhältnismässig noch eine angenehme Temperatur hier drausen ist, auf einer zweistündigen Wanderung gemacht. Wir wurden mit einem tollen Ausblick über den Kings Canyon belohnt und dafür haben sich die paar Höhenmeter auch ausgezahlt.


Alle Outback-Aspekte wurden uns gezeigt

Danach wollten wir mit unserem kleinen Bus mit Anhänger eigentlich nur kurz Brennholz für unser Lagerfeuer am Abend sammeln, aber daraus wurde ein etwas längerer Aufenthalt Offroad. Da es in den Tagen davor einige Male geregnet hat, sind wir mit unserem Bus im Schlamm stecken geblieben. Obwohl sich unser Busfahrer alle Mühe gegeben hat und sogar im Schlamm baden ging und wir den Bus angeschoben haben, machte dieser keine Bewegung.  Wir mussten somit auf Hilfe warten und nach gut 2 Stunden kamen uns ein paar Jungs mit einem Starken Geländewagen zu Hilfe und nach ein paar Versuchen und kräftigem Schieben haben wir den Bus wieder frei bekommen.


Da wir aber deshalb nun viel später als gedacht unterwegs waren, mussten wir die restlichen gut 200 km im Dunkeln fahren. Das war leider nicht die beste Idee und wir hätten fast einige Wildpferde überfahren. Die Pferde hatten aber Glück und wir auch. Nicht so viel Glück hatte kurz darauf ein Kalb, das die Straße überqueren wollte. Wir haben das Kalb leider direkt gerammt und es war sofort tot. Gut, dass unser Bus wie fast alle Fahrzeuge hier im Outback mit einem Kuhfänger ausgestattet ist und somit war der Schaden am Bus recht gering.

Gibt es Kamele in Australien?

Ja, sogar sehr viele davon. Gut, dass uns nicht ein wildes Kamel vor den Bus gerannt ist. Da hätte der Kuhfänger am Bus wohl auch nicht mehr geholfen.

Leider sind die Tiere, die zu Beginn von den Europäer aus Afrika mitgebracht wurden, sehr zufrieden mit dem Klima hier im Outback und sind daher zu einer Plage geworden. Trotzdem haben wir uns ein paar ganz liebe Exemplare auf einer Kamelfarm angeschaut.

Die Nächte unter freiem Himmel

Wir haben zwei Nächte hier im Outback unter freiem Himmel verbracht. Man legt sich einfach mit seinem Schlafsack in einen sogenannten Swag. Das ist wie eine kleine Matratze mit einem etwas dickeren Stoff, damit man nicht ganz im Dreck liegt.

Am Anfang waren wir etwas skeptisch, aber wir haben gemerkt, dass man nur müde genug sein muss, dann kann man auch in einem Swag im Australischen Outback gut schlafen.


Uluru un Kata Tjuta - die beiden Hauptgründe für diesen Trip

Am Mittwoch war es dann endlich soweit und wir durften den Uluru auch bekannt als Ayers Rock und die Felsen von Kata Tjuta auch bekannt als die Olgas endlich sehen.

Am Vormittag haben wir eine tolle Wanderung durch das Tal der Winde bei Kata Tjuta gemacht. Das ist eine Felsformation, die aus über 60 Felsen besteht und die teilweise über 500 Meter hoch sind. Hier kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus.


Am Nachmittag ging es für uns dann zum Uluru, dem weltbekannten Felsen mitten in Australien. Wir durften im Aboriginal Center mehr über die Bedeutung dieser Felsen für die Aboriginies erfahren und unser Guide hat uns dann noch einiges mehr auf einem Spaziergang am Fuss des Felsens erzählt.

Wenn man vor diesen Felsformationen steht, kann man auch verstehen, warum diese für die Ureinwohner dieser Gegend heilig sind. Wirklich eine ganz besondere Gegend!


Sonnenuntergang und -aufgang am Uluru

Wir hatten mit unserer Tour die Möglichkeit den Sonnenuntergang und den Sonnenaufgang am Uluru mitzuerleben. Wir können diese Erfahrung jedem weiterempfehlen, auch wenn das Aufstehen um kurz nach 4 nicht gerade einfach war.


Danach haben wir noch eine ca. 8 km lange Wanderung rund um den Uluru gemacht. Da wir schon um 7 Uhr morgens mit der Wanderung gestartet sind und es daher nicht so extrem heiß war, war es eine tolle Erfahrung und man konnte sich diesem weltbekannten Felsen etwas genauer anschauen.

Dann ging es wieder zurück nach Alice Springs und morgen besteigen wir wieder den Flieger nach Adelaide. Auf jeden Fall wird uns diese Zeit im Red Center für SEHR lange Zeit in Erinnerung bleiben.

Sonntag, 20. Dezember 2015

Kangaroo Island - ein perfekter Ausflug

Wir sind wieder zurück von Kangaroo Island und sind total begeistert von dieser Insel. 
 
Die wichtigsten Daten

Die Insel liegt 16 km vom Festland entfernt und die Fähre benötigt ca. 45 Minute für die Überfahrt. Der Bus von Adelaide zum Fährhafen in Cape Jervis braucht nicht ganz 2 Stunden. Es gibt auch die Möglichkeit die Insel nur für einen Tag zu besuchen. Wir haben dort zwei Nächte verbracht und keine davon bereut. Die Abende dort sind sehr ruhig und gemütlich und wir konnten im Garten der Jugendherberge mit Meerblick sitzen bis es dunkel wurde.


Kangaroo Island ist natürlich nach den Tieren benannt, weil man glaubt, dass es auf der Insel ca. 1 Million Kanguruhs gibt. Das ist bei einer Länge von 155 km und einer maximalen Breite von 55 km doch eine betrachtliche Anzahl an Tieren. Auf KI (Abkürzung für Kangaroo Island) wohnen ca. 4600 Menschen. Es gibt zwei kleine Dörfer auf der Insel: Penneshaw, wo die Fähre anlegt, und Kingscote, der größte Ort der Insel.

Beeindruckende Tiervielfalt auf KI

Schon bei der Überfahrt mit der Fähre am ersten Tag hatten wir das Glück, dass sich eine Gruppe von Delphinen entschieden hat ein Stück in den Wellen des Schiffes mitzuschwimmen. Das Meer ist sogar auf der Strecke, wo die Fähren fahren, so klar, dass man die Tiere unter Wasser schwimmen sehen konnte. Schon mal ein guter Anfang für diesen Ausflug, dachten wir uns.


Am zweiten Tag haben wir dann an einer Tagestour teilgenommen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel zu erkunden. Wir wussten schon im voraus, dass dieser Ausflug sehr touristisch sein wird und dass wir mit ca. 50 anderen Menschen im Bus sein werden. Wir hatten aber eine tolle Gruppe, die immer sehr pünktlich war und auch unser Busfahrer bzw. Tourguide Daniel war super.

Gleich am Morgen sind wir zur Seal Bay gefahren und haben, wie der Name schon sagt, Seelöwen dort gesehen. Ihr müsst euch das so vorstellen, dass man als Gruppe mit einer Führung vom Nationalpark an einen Strand spaziert nd dort liegwen dann unzählige Australische Seelöwen und schlafen oder spielen am Strand. Man darf sich unter Aufsicht der Leitung bis zu 10 Metern den Tieren nähern und sieht immer wieder, wie neue Tiere aus dem Meer kommen und andere wieder rein springen. Dass man diesen wilden Tieren so nahe sein kann ist echt unglaublich.


Der nächste Stopp war den Koalas gewidmet. Die Koalas sind eigentlich nicht typisch auf KI, aber vor gut 40 oder 50 Jahren hatte man Angst, dass die Koalas ganz aussterben könnten und man hat daher eine kleine Gruppe von Koalas nach KI gebracht und gehofft, dass sie dort geschützter leben können und so nicht aussterben. Das hat auch geklappt, sogar so gut, dass sie jetzt die Koalas auf KI sterilisieren müssen, weil es dort zu viele gibt. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit und haben einige Koalas in den Eukalyptus-Bäumen schlafen oder essen gesehen. Die Kleinen schauen wirklich wie Kuscheltiere aus, können aber auch angreifen, wenn ihnen etwas nicht gefällt.


Eigenartige Felsformationen: Remarkable Rocks und Admirals Arch

Dann ging es weiter in den Nationalpark Flinders Chase und dort durften wir zwei tolle Felsformationen sehen. Uns wurde auch erklärt wie diese zustande gekommen sind, aber das haben wir nicht so ganz verstanden. Was solls! Schön war es auf jeden Fall und beeindruckend diese Felsen zu sehen und auch darunter zu stehen.


Bei dem Admirals Arch haben wir dann auch noch Neuseeländische Fellrobben gesehen. Diese Tiere sind ganz unterschiedlich zu den Seelöwen, die wir am Vormittag gesehen haben. Sie liegen nicht am Strand sondern klettern fast auf den Felsen herum. Auch hier hatten wir das Glück, dass einige Jungtiere erst vor kurzem geboren wurden und wir diese auch sehen durften.


Nachttour zu den Pinguinen

Da nicht weit von unserem Hostel ein Pinguin Center war, das am Abend immer geführte Touren zu den Pinguinen angebote hat, haben wir das auch noch mit gemacht. Wir sind etwa eine Stunde einige Punkte rund um das Dorf abgelaufen und durfen 5 bis 6 von den Little Pinguins sehen. Ein Pinguin war sogar noch ein Jungtier. Man sieht die Tiere nur am Abend, da die Jungen unter Tags schlafen und die Eltern unter Tags beim Jagen sind. Sie kommen erst am Abend zurück um ihre Jungen zu füttern. 


Auf dieser kleinen Nachttour sind uns dann auch noch einige Wallabies (kleine Kanguruhs) begegnet und eine etwas erschreckende Begegnung mit einer Tiger-Schlange. Die Schlange kroch einfach so am Straßenrand entlang. Der Tourführer war gar nicht überrascht. Auf die Frage ob die Schlange giftig ist, heißt es dann ganz ruhig: Ja, sehr! Es ist schon sehr merkwürdig, welche Einstellung ein Australier zu diesen doch gefährlichen Tieren hat. Wir hoffen, dass das die einzige Begegnung mit einer solchen Schlange bleibt.







Donnerstag, 17. Dezember 2015

Unsere Pläne stehen fest

Nun haben wir zwei schöne Tage in Adelaide verbracht und hatten in dieser Zeit nun auch die Möglichkeit unsere Zeit bis nach Weihnachten etwas zu planen.

Unsere Pläne für die nächsten 10 Tage

Heute starten wir mit dem Bus nach Kangaroo Island. Das ist eine recht große Insel die vor der Küste von South Australia liegt und wegen der Tiervielfalt sehr sehenswert sein soll. Dort bleiben wir zwei Nächte und schauen uns mit einer Tour die wichtigsten Punkte an und haben dann noch einen Tag Zeit uns die Insel selbst etwas besser anzuschauen.

Danach kommen wir nochmals für zwei Nächte zurück nach Adelaide und dann fliegen wir von Adelaide nach Alice Springs ins Herzen von Australien und bleiben dort für 4 Nächte um eine Outbacktour zum Ayers Rock bzw. Uluru zu machen. Das wird sicher ein Highlight und auch ein großes Abenteuer, den da heißt es zwei mal im Schlafsack unter Sternenhimmel zu schlafen.

Wir sind somit an Heilig Abend genau in Alice Springs und am 1. Weihnachtstag fliegen wir wieder von Alice Springs nach Adelaide und hängen dann noch ein paar Tage in Adelaide dran. Zu Silvester sind wir dann wahrscheinlich in Melbourne oder auf dem Weg dorthin. Das haben wir aber noch nicht gebucht, aber so der grobe Plan steht auch für Silvester.


Adelaide zu Fuss

Diese Stadt kann man sehr gut zu Fuss oder auch mit dem Rad entdecken, da die Innenstadt nicht sehr groß ist und man sich sehr gut zurecht findet, da die Straßen wie ein Schachbrett geplant und gebaut wurden. Es gibt nicht sher viele hohe Häuser in Adelaide, dafür kann man hier noch einige sehr schöne alte Gebäude bewundern, wie der Bahnhof, das Parlament oder die Universität.


Sehr schön ist auch der Botanische Garten und auch allgemein die Gärten rund um die Innenstadt, die man als öffentliche Parks jederzeit benützen kann und dort auch viele die Mittagspause im Grünen unter einem schattigen Baum verbringen.


Wir erleben im Moment auch eine Hitzewelle hier in Adelaide. Heute hat es über 40 Grad und die Sonne scheint extrem stark. Man merkt auf der Straße wie die Menschen versuchen so weit wie möglich im Schatten zu bleiben. Auch während man als Fussgänger darauf wartet, dass die Ampel grün wird versucht jeder ein bisschen Schatten zu ergattern. Die Sonne ist wirklich extrem stark und man fühlt nach wenigen Minuten wie es auf der Haut zu brennen anfängt. Ansonsten sind die 40 Grad im Moment noch erträglich, da es sehr trocken ist und nicht schwül. Da ist es einfacher mit der Hitze umzugehen.



Grödner Besuch in Adelide

Gestern haben wir noch einen Grödner Auswanderer, Otto Mahlknecht, in Adelaide besucht. Otto ist vor 40 Jahren zusammen mit seiner Frau nach einigen Jahren in England, nach Australien ausgewandert und in Adelaide geblieben. Sie wohnen in den Wohngebieten rund um Adelaide und sie waren so freundlich und haben uns gestern die Umgebung von Adelaide gezeigt.


Wir haben das größte Schaukelpferd der Welt bestiegen und haben im Barossa Valley einige typische Australische Weine probiert. Die Zone um das Barossa Valley ist extrem interessant. Wir sind die Weingärten ja auch bei uns gewohnt, aber nicht in diesem Ausmaß. Soweit das Auge reicht sieht man in dieser Zone nur Weinreben und nichts anderes. Beim Wein kennen wir uns ja nicht aus, aber hier soll es wirklich sehr gute Weine geben.



Toll war es auch mit Otto über das Leben in Australien zu sprechen und er hatte einige tolle Geschichten über den Alltag hier. Unglaublich für uns war z.B. die Tatsache, dass einer der Söhne von Otto Hobbybauer ist und eine "kleine" Farm mit 70 Schafen und Alpakas betreibt und nebenbei doch noch einer geregelten Arbeit nachgeht.

Für uns war es ein tolles Erlebnis die beiden kennen zu lernen und Ivan konnte mit Otto wieder mal einen Tag lang in Ladinisch sprechen.


Ein interessanter Abschluss des Tages war am Abend noch die Fahrt mit der O-Bahn. Das ist eine Buslinie von den Adelaide Hills in die Stadt, wo normale Busse fahren, welche durch extra Rädern an der Seite auf Betonschienen fahren. Wir finden das eine super Lösung, da so die Busse schneller sind und der Fahrer weniger Arbeit hat. Sobald diese Betonschienen aufhören kann der Bus aber wieder ganz normal im Straßenverkehr weiterfahren. Wir habe das noch nie gesehen, finden es aber echt praktisch.

Montag, 14. Dezember 2015

Endlich in Adelaide angekommen!

Heute sind wir endlich in Adelaide angekommen. Wir dachten schon, dass dies nicht mehr passieren wird, da uns doch einige Hindernisse in den Weg gelegt wurden. Als erstes ist der Zug, der uns von Perth nch Adelaide bringen sollte, ausgefallen, dann waren keine guten Flüge verfügbar und mit dem gemieteten Campervan hatten wir gleich am zweiten Tag der Fahrt den Crash mit dem Vogel, wodurch die Windschutzscheibe recht stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wir dachten schon, dass dies Zeichen sind, dass wir nicht nach Adelaide sollen, aber jetzt haben wir es doch noch geschafft.
Hier eine Zusammenfassung der letzten Tage:
- 7 Tage/6 Nächte um von Perth nach Adelaide zu kommen




- fast 2850 km mehr auf dem Tacho (wir sind den direkten Weg gefahren, ohne große Umwege)


- 483 Australische Dollar (ca. 350 Euo) für Benzin ausgegeben (die Autos hier sind unter 10 Liter auf 100 km leider nicht zufrieden)


- 2 extrem abgenutzte Vorderreifen (der Wind kam immer extrem stark von der selben Seite, sodass man fast mit den Reifen quer lenken musste)

- 2 Zeitzonen durchfahren (das erste mal musste die Uhr um 45 Minuten weiter gestellt werden und dann nochmals um 1 Stunde und 45 Minuten)


- 1 kaputte bzw  jetzt nagelneue Windschutzscheibe (wir durften den Carglass von Australien besuchen und brav für eine neue Scheibe bezahlen)


- 2 glückliche Menschen, die gut in Adelaide angekommen sind


Die letzten zwei Tage haben wir es mit den Kilometern pro Tag dann etwas ruhiger angehen lassen, da es nicht mehr soweit war bis nach Adelaide. Sehr interessant ist für uns die Tatsache, dass Australien einer der größten Kornproduzenten der Welt ist. An der Ostküste, wo wir das letzte mal waren, hat man weit und breit kein Kornfeld gesehen, aber hier in Western Australia und auch in Southern Australia fährt man Stunde für Stunde durch riesige Kornfelder. Das kann man sich bei uns gar nicht vorstellen.


Noch etwas typisches für Australien ist die Liebe im Camper, Caravan oder Zelt durch ihr Land zu reisen. Man könnte fast meinen wie bei uns die Holländer. Hier findet man in wirklich jedem Ort einen Campingplatz. Die Campingplätze sind immer gut gefüllt und auf der Straße sieht man so manches Fahrzeug mit riesigem Anhänger, wo unsere Wohnungen zuhause klein daneben aussehen würden. Die Zelte sehen oft mehr wie kleine Schlafpaläste aus und wir haben uns schon mehrmlas gefragt ob sich der Aufwand wirklich lohnt, die Zelte und auch Caravans jeden Tag neu aufzubauen oder richtig zu positionieren.


Wir haben nun angefangen unsere übrige Zeit in Australien durchzuplanen, da wir gemerkt haben, dass für Weihnachten und Silvester schon sehr viel voraus gebucht ist. Wir halten euch auf dem Laufenden, was für uns als nächtes auf dem Plan steht.

Freitag, 11. Dezember 2015

Back on the road again!

Dieses mal hat es etwas länger gedauert, bis wir uns wieder mit einem Blog melden. Das hat aber auch einen Grund: wir haben in den letzten Tagen über 2500 km auf der Straße zurück gelegt und das braucht seine Zeit.


Da es ja mit dem Zug von Perth nach Adelaide nicht geklappt hat, mussten wir uns eine andere Möglichkeit suchen, die Strecke hinter uns zu bringen. Wir haben dann ein gutes Angebot von einem Camper-Vermieter bekommen, die einen Campervan von Perth nach Adelaide schicken wollten und so haben wir zugeschlagen und haben uns am Dienstag unseren Campervan abgeholt. Dieses mal ist es doch ein etwas größeres Gefährt und wir können somit darin auch gut sitzen, kochen und auch schlafen.



Am Dienstag sind wir dann gleich fast die gesamte Strecke (knapp 600 km) von Perth nach Kalgoorlie gefahren. Kalgoorlie ist eine Stadt mit ca. 30.000 Einwohner und liegt mitten im Nichts. Damit die Stadt Wasser hat, musste eine über 500 km lange Leitung von einem kleinen Gebirge nahe Perth gebaut werden. Was gibt es also in Kalgoorlie, damit sich dieser Aufwand überhaupt lohnt? Natürlich GOLD. Dort wurde vor ca. 100 Jahren das erste Mal Gold gefunden und bis heute gibt es dort noch offene Minen, wo gearbeitet wird. Eine dieser riesigen Minen kann man sich von einem Aussichtspunkt anschauen und man glaubt es kaum mit was für Maschinen dort gearbeitet wird.




Die Stadt selbst sieht noch fast wie zur Zeit des Goldrausches aus. Die Häuser im Stadtzentrum sind noch sehr gut erhalten und man kann sich fast in diese Zeit zurück versetzen. Jedes Geschäft oder Lokal hat im Namen irgendetwas mit Gold drin und wahrscheinlich arbeiten auch noch heute viele Einwohner in den Minen.


Am Mittwoch haben wir dann das große Abenteuer auf dem Eyre Highway gestartet. Diese Straße führt quer durch das Nichts, dem Outback, von Western Australia nach Southern Australia. Die knapp 1200 km lange Strecke ist nahezu unbewohnt und alles was man auf der Strecke findet sind alle 200 km ein Roadhouse. Angeschrieben sind diese Roadhouse als käme gleich eine große Stadt oder ähnliches. Am Ende sind diese Roadhouse meist Tankstelle, Hotel, Motel, Restaurant, Campingplatz, Museum, Pub und vieles mehr alles auf einmal und meist alles in einem Haus.

Wichtig auf der Strecke sind auch die Roadtrains. Ein Roadtrain ist ein LKW und zieht wie auch bei uns Waren und Produkte von A nach B. Der große Unterschied zu uns ist aber auf jeden Fall die Länge dieser LKWs. Wie der Name übersetzt schon andeutet sind das die Züge der Straßen und dürfen über 50 Meter lang sein. Sie fahren 100 kmh und sind auf den Highways Australiens, welche auf den meisten Strecken unseren normalen Landstraßen gleichen, zu finden, um über tausende von Kilometer Sachen von A nach B zu bringen. Wir zittern jedes mal wenn einer an uns vorbei saußt oder uns gar überholt, wenn wir wegen dem starken Seitenwind etwas langsamer fahren.


Auf dem Eyre Highway ist auch das längste gerade Stück Straße von Australien zu finden. Diese Stück ist 90 Meilen bzw. 146,6 km lang und ist immer gerade. Das kann auf Dauer doch etwas anstrengend sein, aber wir haben auch dieses Stück Straße gemeistert.


Sehr interessant ist auch die Landschaft links und rechts von der Straße. Zu Beginn fährt man noch durch Eukalyptuswälder, doch dann kommt man schnell in eine Zone, wo nur mehr wenige Bäume sind und dafür Büsche fast zwei Meter hoch sind. Sogar über einen kleinen Pass mit einem etwas starken Gefälle sind wir gefahren. Am Ende kommt man dann noch durch die Nullarbor Plan, eine Zone, die gar keine Bäume mehr hat (Null arbor = keine Bäume). Auf jeden Fall waren wir glücklich als wir heute in Ceduna angekommen sind, welches das erste Städtchen am Rande dieses Teils des Outback ist.

Wir haben auf unserem Weg auch einiges an Tieren gesehen, wobei leider Gottes sehr viele der Kangurus schon tot am Straßenrand lagen. Leider haben wir auch einen sehr großen schwarzen Raben oder soetwas ähnliches auf die Windschutzscheibe bekommen. Uns ist nichts passiert, aber die Scheibe muss leider ausgetauscht werden. Das wird hoffentlich am Montag gemacht und alles ist wieder in Ordnung.


In den nächsten beiden Tagen müssen wir nun noch gut 600 km zurück legen und dann sind wir hoffentlich gut in Adelaide angekommen.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Alles kommt anders als geplant...

Heute ist es wieder soweit und wir schreiben euch aus Western Australia. Wir haben unseren kleinen Campervan mit fast 1900 km mehr auf dem Zähler in Perth zurück gegeben und uns nochmals für zwei Nächte in der Jugendherberge YHA Perth City einquartiert. Da wir eigentlich vor hatten die Westküste heute zu verlassen, haben wir gestern am Samstag noch einen Ausflug nach Rottnest Island gemacht.
Rottnest Island - kleines autofreies Paradies
Es war nicht gerade das beste Wetter für diesen Tag gemeldet. In Perth wurde sogar wegen dem vorhergesagten schlechten Wetter ein Weihnachtsumzug ganz abgesagt. Dennoch wollten wir unbedingt Rottnest Island sehen und so sind wir um 8.30 Uhr mit einem Boot in Perth gestartet. Das Boot fährt fast eine Stunde entlang dem Swan River bis es zum offenen Meer kommt. Schon bevor wir aufs offene Meer gekommen sind hat es extrem zu regnen angefangen und es kam ein extrem starker Wind auf. Dadurch war die Überfahrt zur Insel dann richtig schön "holprig" und unser doch recht großes Schiff wurde richtig durchgeschüttelt. Ein kleines Boot das auch auf dem Weg nach Rottnest Island war hat es fast unter den Wellen begraben.


Als wir auf der Insel ankamen, war der ganze Spuck vorbei. Es hat kurz davor aufgehört zu regnen und auch der Wind war nicht mehr so stark. Da es auf der Insel nur sehr wenige Autos gibt und diese nur Nutzfahrzeuge sind, bewegt man sich mit dem Fahrrad weiter. Wir haben uns zwei Räder ausgeliehen und sind gleich losgefetzt.


Rottnest Island hat übrigens seinen Namen, weil es dort kleine Quokkas gibt. Das sind kleine Kangurus, die dort leben und die man fast nur noch dort findet und sonst nirgends in Australien. Als die Niederländer das erste mal auf die Insel kamen, haben sie die kleinen Tiere gesehen und haben gemeint, dass es sehr große Ratten sind und haben die Insel Rattennest-Insel auf niederländich getauft. So trägt die Insel auch heute noch den Namen Rottnest Island, auch wenn die süßen Tiere sicher keine Ratten sind.


Wir haben mit den Rädern fast 20 km an dem Tag gemacht und sehr viel von der Insel gesehen. Diese Insel hat so viele so schöne Strände, dass man es kaum glauben kann. Zu Mittag ist dann auch die Sonne rausgekommen. Natürlich war es nicht warm genug für uns zu baden, aber die schönen Strände zu sehen und die Insel zu umrunden war super. Daumen hoch für diesen Tag.


Weihnachtsmarkt in Perth
Man könnte meinen, dass bei sommerlichen Temperaturen keine große Weihnachtsstimmung aufkommen kann. Aber wir haben bemerkt, dass die Australier Weihnachten lieben und auch Weihnachtsmärkte, Weihnachtslieder, Weihnachtsmann in kurzen Hosen und Schnee (aus Seifenschaum) sind drin.


Wir hoffen ihr könnt durch diese Fotos etwas nachvollziehen, wie groß hier Weihnachten gefeiert wird.


Geplante Abreise von Perth ins Wasser gefallen
Wir hatten eigentlich geplant heute mit dem Zug Indian Pacific von Perth ins fast 3000 km entfernte Adelaide zu fahren. Der Zug fährt nur einmal in der Woche und wir hatten einen Sitzplatz reserviert für die fast 48 Stunden dauernde Fahrt. Gestern am Abend wollten wir uns online nochmals kurz erkundigen, wo der Zug genau abfährt und da lesen wir, dass die Reise gestrichen wurde. Anscheinend gab es eine Entgleisung oder ähnliches auf der Zugstrecke und dadurch kann der Zug von Adelaide nicht nach Perth kommen und natürlich auch nicht mit uns nach Adelaide fahren.
Wir hatten uns schon sehr auf die Reise gefreut, da uns gesagt wurde, dass es ein ganz spezielles Erlebnis ist. So sieht man, dass es oft nichts bringt alles im voraus zu planen, da es einfach unvorhersehbare Umstände geben kann und dann kommt es doch anders als gedacht.
Da wir nicht noch länger in Perth bleiben wollen, haben wir uns nun für zwei Nächte in der Jugendherberge YHA Fremantle Prison einquartiert. Diese zwei Tage geben uns Zeit uns was anderes einfallen zu lassen, wie und wo wir eigentlich als nächstes hin wollen. Wir waren zwar schon vor einer Woche mal aus Tagesausflug in Fremantle, aber heute an einem Sonntag konnten wir uns nochmals ein anderes Bild von dem Städtchen machen. Der Markt war geöffnet und es wurde uns klar, dass dies das Wochenendziel der Leute aus Perth ist.


Unsere Unterkunft in einem Gefängnis
Wir wohnen jetzt im YHA Fremantle Prison. Prison heißt auf deutsch übersetzt Gefängnis. Daher ist die Jugendherberge in der wir gerade sind ein altes Gefängnis, wo ein Teil davon vor einem halben Jahr in eine Jugendherberge umgebaut wurde. Sie haben aber versucht die alten Strukturen zu erhalten und somit sieht es schon sehr danach aus, als würden wir heute in einem Gefängnis übernachten.
Wünscht uns eine gute Nacht und dass wir nicht von den Geistern vorheriger Insassen heimgesucht werden.