Heute endet unser Erlebnis im Red Center von Australien und wir müssen echt zugeben, dass es ein Abenteuer der Extraklasse war.
Flug nach Alice Springs
Wir sind von Adelaide nach Alice Springs geflogen. Knapp zwei Stunden war der Flug lag und es kam einem vor als wäre man in einer anderen Welt gelandet. Alice Springs ist eine der wenigen, wenn nicht gar die einzige größere Stadt im Zentrum von Australien. Wir mussten uns selbst erst schlau machen und uns wurde gesagt, dass hier gut 20.000 Menschen wohnen. Die nächsten großen Städte sind Adelaide im Süden und Darwin im Norden und beide liegen circa 1500 km von Alice Springs entfernt. Könnt ihr euch das in Europa vorstellen?
Wir hatten auch mal gedacht mit einem Camper, dem Bus oder dem Zug hier rauf zu fahren, aber da wir sicher noch in nächster Zeit oft genug mit diesen Verkehrsmitteln unterwegs sind, haben wir uns fürs Fliegen entschieden.
Start ins Outback-Abenteuer
Am Dienstag sind wir dann schon kurz nach 5 Uhr morgens von Alice Springs aus zusammen mit einer kleinen Gruppe ins Outback gestartet. Die erste Hälfte bestand darin gut 500 km von Alice Springs zum Kings Canyon zu fahren.
Beim Kings Canyon haben wir uns bei 30 Grad, was verhältnismässig noch eine angenehme Temperatur hier drausen ist, auf einer zweistündigen Wanderung gemacht. Wir wurden mit einem tollen Ausblick über den Kings Canyon belohnt und dafür haben sich die paar Höhenmeter auch ausgezahlt.
Alle Outback-Aspekte wurden uns gezeigt
Danach wollten wir mit unserem kleinen Bus mit Anhänger eigentlich nur kurz Brennholz für unser Lagerfeuer am Abend sammeln, aber daraus wurde ein etwas längerer Aufenthalt Offroad. Da es in den Tagen davor einige Male geregnet hat, sind wir mit unserem Bus im Schlamm stecken geblieben. Obwohl sich unser Busfahrer alle Mühe gegeben hat und sogar im Schlamm baden ging und wir den Bus angeschoben haben, machte dieser keine Bewegung. Wir mussten somit auf Hilfe warten und nach gut 2 Stunden kamen uns ein paar Jungs mit einem Starken Geländewagen zu Hilfe und nach ein paar Versuchen und kräftigem Schieben haben wir den Bus wieder frei bekommen.
Da wir aber deshalb nun viel später als gedacht unterwegs waren, mussten wir die restlichen gut 200 km im Dunkeln fahren. Das war leider nicht die beste Idee und wir hätten fast einige Wildpferde überfahren. Die Pferde hatten aber Glück und wir auch. Nicht so viel Glück hatte kurz darauf ein Kalb, das die Straße überqueren wollte. Wir haben das Kalb leider direkt gerammt und es war sofort tot. Gut, dass unser Bus wie fast alle Fahrzeuge hier im Outback mit einem Kuhfänger ausgestattet ist und somit war der Schaden am Bus recht gering.
Gibt es Kamele in Australien?
Ja, sogar sehr viele davon. Gut, dass uns nicht ein wildes Kamel vor den Bus gerannt ist. Da hätte der Kuhfänger am Bus wohl auch nicht mehr geholfen.
Leider sind die Tiere, die zu Beginn von den Europäer aus Afrika mitgebracht wurden, sehr zufrieden mit dem Klima hier im Outback und sind daher zu einer Plage geworden. Trotzdem haben wir uns ein paar ganz liebe Exemplare auf einer Kamelfarm angeschaut.
Die Nächte unter freiem Himmel
Wir haben zwei Nächte hier im Outback unter freiem Himmel verbracht. Man legt sich einfach mit seinem Schlafsack in einen sogenannten Swag. Das ist wie eine kleine Matratze mit einem etwas dickeren Stoff, damit man nicht ganz im Dreck liegt.
Am Anfang waren wir etwas skeptisch, aber wir haben gemerkt, dass man nur müde genug sein muss, dann kann man auch in einem Swag im Australischen Outback gut schlafen.
Uluru un Kata Tjuta - die beiden Hauptgründe für diesen Trip
Am Mittwoch war es dann endlich soweit und wir durften den Uluru auch bekannt als Ayers Rock und die Felsen von Kata Tjuta auch bekannt als die Olgas endlich sehen.
Am Vormittag haben wir eine tolle Wanderung durch das Tal der Winde bei Kata Tjuta gemacht. Das ist eine Felsformation, die aus über 60 Felsen besteht und die teilweise über 500 Meter hoch sind. Hier kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus.
Am Nachmittag ging es für uns dann zum Uluru, dem weltbekannten Felsen mitten in Australien. Wir durften im Aboriginal Center mehr über die Bedeutung dieser Felsen für die Aboriginies erfahren und unser Guide hat uns dann noch einiges mehr auf einem Spaziergang am Fuss des Felsens erzählt.
Wenn man vor diesen Felsformationen steht, kann man auch verstehen, warum diese für die Ureinwohner dieser Gegend heilig sind. Wirklich eine ganz besondere Gegend!
Sonnenuntergang und -aufgang am Uluru
Wir hatten mit unserer Tour die Möglichkeit den Sonnenuntergang und den Sonnenaufgang am Uluru mitzuerleben. Wir können diese Erfahrung jedem weiterempfehlen, auch wenn das Aufstehen um kurz nach 4 nicht gerade einfach war.
Danach haben wir noch eine ca. 8 km lange Wanderung rund um den Uluru gemacht. Da wir schon um 7 Uhr morgens mit der Wanderung gestartet sind und es daher nicht so extrem heiß war, war es eine tolle Erfahrung und man konnte sich diesem weltbekannten Felsen etwas genauer anschauen.
Dann ging es wieder zurück nach Alice Springs und morgen besteigen wir wieder den Flieger nach Adelaide. Auf jeden Fall wird uns diese Zeit im Red Center für SEHR lange Zeit in Erinnerung bleiben.









Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen