Freitag, 11. Dezember 2015

Back on the road again!

Dieses mal hat es etwas länger gedauert, bis wir uns wieder mit einem Blog melden. Das hat aber auch einen Grund: wir haben in den letzten Tagen über 2500 km auf der Straße zurück gelegt und das braucht seine Zeit.


Da es ja mit dem Zug von Perth nach Adelaide nicht geklappt hat, mussten wir uns eine andere Möglichkeit suchen, die Strecke hinter uns zu bringen. Wir haben dann ein gutes Angebot von einem Camper-Vermieter bekommen, die einen Campervan von Perth nach Adelaide schicken wollten und so haben wir zugeschlagen und haben uns am Dienstag unseren Campervan abgeholt. Dieses mal ist es doch ein etwas größeres Gefährt und wir können somit darin auch gut sitzen, kochen und auch schlafen.



Am Dienstag sind wir dann gleich fast die gesamte Strecke (knapp 600 km) von Perth nach Kalgoorlie gefahren. Kalgoorlie ist eine Stadt mit ca. 30.000 Einwohner und liegt mitten im Nichts. Damit die Stadt Wasser hat, musste eine über 500 km lange Leitung von einem kleinen Gebirge nahe Perth gebaut werden. Was gibt es also in Kalgoorlie, damit sich dieser Aufwand überhaupt lohnt? Natürlich GOLD. Dort wurde vor ca. 100 Jahren das erste Mal Gold gefunden und bis heute gibt es dort noch offene Minen, wo gearbeitet wird. Eine dieser riesigen Minen kann man sich von einem Aussichtspunkt anschauen und man glaubt es kaum mit was für Maschinen dort gearbeitet wird.




Die Stadt selbst sieht noch fast wie zur Zeit des Goldrausches aus. Die Häuser im Stadtzentrum sind noch sehr gut erhalten und man kann sich fast in diese Zeit zurück versetzen. Jedes Geschäft oder Lokal hat im Namen irgendetwas mit Gold drin und wahrscheinlich arbeiten auch noch heute viele Einwohner in den Minen.


Am Mittwoch haben wir dann das große Abenteuer auf dem Eyre Highway gestartet. Diese Straße führt quer durch das Nichts, dem Outback, von Western Australia nach Southern Australia. Die knapp 1200 km lange Strecke ist nahezu unbewohnt und alles was man auf der Strecke findet sind alle 200 km ein Roadhouse. Angeschrieben sind diese Roadhouse als käme gleich eine große Stadt oder ähnliches. Am Ende sind diese Roadhouse meist Tankstelle, Hotel, Motel, Restaurant, Campingplatz, Museum, Pub und vieles mehr alles auf einmal und meist alles in einem Haus.

Wichtig auf der Strecke sind auch die Roadtrains. Ein Roadtrain ist ein LKW und zieht wie auch bei uns Waren und Produkte von A nach B. Der große Unterschied zu uns ist aber auf jeden Fall die Länge dieser LKWs. Wie der Name übersetzt schon andeutet sind das die Züge der Straßen und dürfen über 50 Meter lang sein. Sie fahren 100 kmh und sind auf den Highways Australiens, welche auf den meisten Strecken unseren normalen Landstraßen gleichen, zu finden, um über tausende von Kilometer Sachen von A nach B zu bringen. Wir zittern jedes mal wenn einer an uns vorbei saußt oder uns gar überholt, wenn wir wegen dem starken Seitenwind etwas langsamer fahren.


Auf dem Eyre Highway ist auch das längste gerade Stück Straße von Australien zu finden. Diese Stück ist 90 Meilen bzw. 146,6 km lang und ist immer gerade. Das kann auf Dauer doch etwas anstrengend sein, aber wir haben auch dieses Stück Straße gemeistert.


Sehr interessant ist auch die Landschaft links und rechts von der Straße. Zu Beginn fährt man noch durch Eukalyptuswälder, doch dann kommt man schnell in eine Zone, wo nur mehr wenige Bäume sind und dafür Büsche fast zwei Meter hoch sind. Sogar über einen kleinen Pass mit einem etwas starken Gefälle sind wir gefahren. Am Ende kommt man dann noch durch die Nullarbor Plan, eine Zone, die gar keine Bäume mehr hat (Null arbor = keine Bäume). Auf jeden Fall waren wir glücklich als wir heute in Ceduna angekommen sind, welches das erste Städtchen am Rande dieses Teils des Outback ist.

Wir haben auf unserem Weg auch einiges an Tieren gesehen, wobei leider Gottes sehr viele der Kangurus schon tot am Straßenrand lagen. Leider haben wir auch einen sehr großen schwarzen Raben oder soetwas ähnliches auf die Windschutzscheibe bekommen. Uns ist nichts passiert, aber die Scheibe muss leider ausgetauscht werden. Das wird hoffentlich am Montag gemacht und alles ist wieder in Ordnung.


In den nächsten beiden Tagen müssen wir nun noch gut 600 km zurück legen und dann sind wir hoffentlich gut in Adelaide angekommen.

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