Wir sind wieder zurück von Kangaroo Island und sind total begeistert von dieser Insel.
Die wichtigsten Daten
Die Insel liegt 16 km vom Festland entfernt und die Fähre benötigt ca. 45 Minute für die Überfahrt. Der Bus von Adelaide zum Fährhafen in Cape Jervis braucht nicht ganz 2 Stunden. Es gibt auch die Möglichkeit die Insel nur für einen Tag zu besuchen. Wir haben dort zwei Nächte verbracht und keine davon bereut. Die Abende dort sind sehr ruhig und gemütlich und wir konnten im Garten der Jugendherberge mit Meerblick sitzen bis es dunkel wurde.
Kangaroo Island ist natürlich nach den Tieren benannt, weil man glaubt, dass es auf der Insel ca. 1 Million Kanguruhs gibt. Das ist bei einer Länge von 155 km und einer maximalen Breite von 55 km doch eine betrachtliche Anzahl an Tieren. Auf KI (Abkürzung für Kangaroo Island) wohnen ca. 4600 Menschen. Es gibt zwei kleine Dörfer auf der Insel: Penneshaw, wo die Fähre anlegt, und Kingscote, der größte Ort der Insel.
Beeindruckende Tiervielfalt auf KI
Schon bei der Überfahrt mit der Fähre am ersten Tag hatten wir das Glück, dass sich eine Gruppe von Delphinen entschieden hat ein Stück in den Wellen des Schiffes mitzuschwimmen. Das Meer ist sogar auf der Strecke, wo die Fähren fahren, so klar, dass man die Tiere unter Wasser schwimmen sehen konnte. Schon mal ein guter Anfang für diesen Ausflug, dachten wir uns.
Am zweiten Tag haben wir dann an einer Tagestour teilgenommen, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel zu erkunden. Wir wussten schon im voraus, dass dieser Ausflug sehr touristisch sein wird und dass wir mit ca. 50 anderen Menschen im Bus sein werden. Wir hatten aber eine tolle Gruppe, die immer sehr pünktlich war und auch unser Busfahrer bzw. Tourguide Daniel war super.
Gleich am Morgen sind wir zur Seal Bay gefahren und haben, wie der Name schon sagt, Seelöwen dort gesehen. Ihr müsst euch das so vorstellen, dass man als Gruppe mit einer Führung vom Nationalpark an einen Strand spaziert nd dort liegwen dann unzählige Australische Seelöwen und schlafen oder spielen am Strand. Man darf sich unter Aufsicht der Leitung bis zu 10 Metern den Tieren nähern und sieht immer wieder, wie neue Tiere aus dem Meer kommen und andere wieder rein springen. Dass man diesen wilden Tieren so nahe sein kann ist echt unglaublich.
Der nächste Stopp war den Koalas gewidmet. Die Koalas sind eigentlich nicht typisch auf KI, aber vor gut 40 oder 50 Jahren hatte man Angst, dass die Koalas ganz aussterben könnten und man hat daher eine kleine Gruppe von Koalas nach KI gebracht und gehofft, dass sie dort geschützter leben können und so nicht aussterben. Das hat auch geklappt, sogar so gut, dass sie jetzt die Koalas auf KI sterilisieren müssen, weil es dort zu viele gibt. Wir hatten eine halbe Stunde Zeit und haben einige Koalas in den Eukalyptus-Bäumen schlafen oder essen gesehen. Die Kleinen schauen wirklich wie Kuscheltiere aus, können aber auch angreifen, wenn ihnen etwas nicht gefällt.
Dann ging es weiter in den Nationalpark Flinders Chase und dort durften wir zwei tolle Felsformationen sehen. Uns wurde auch erklärt wie diese zustande gekommen sind, aber das haben wir nicht so ganz verstanden. Was solls! Schön war es auf jeden Fall und beeindruckend diese Felsen zu sehen und auch darunter zu stehen.
Bei dem Admirals Arch haben wir dann auch noch Neuseeländische Fellrobben gesehen. Diese Tiere sind ganz unterschiedlich zu den Seelöwen, die wir am Vormittag gesehen haben. Sie liegen nicht am Strand sondern klettern fast auf den Felsen herum. Auch hier hatten wir das Glück, dass einige Jungtiere erst vor kurzem geboren wurden und wir diese auch sehen durften.
Nachttour zu den Pinguinen
Da nicht weit von unserem Hostel ein Pinguin Center war, das am Abend immer geführte Touren zu den Pinguinen angebote hat, haben wir das auch noch mit gemacht. Wir sind etwa eine Stunde einige Punkte rund um das Dorf abgelaufen und durfen 5 bis 6 von den Little Pinguins sehen. Ein Pinguin war sogar noch ein Jungtier. Man sieht die Tiere nur am Abend, da die Jungen unter Tags schlafen und die Eltern unter Tags beim Jagen sind. Sie kommen erst am Abend zurück um ihre Jungen zu füttern.
Auf dieser kleinen Nachttour sind uns dann auch noch einige Wallabies (kleine Kanguruhs) begegnet und eine etwas erschreckende Begegnung mit einer Tiger-Schlange. Die Schlange kroch einfach so am Straßenrand entlang. Der Tourführer war gar nicht überrascht. Auf die Frage ob die Schlange giftig ist, heißt es dann ganz ruhig: Ja, sehr! Es ist schon sehr merkwürdig, welche Einstellung ein Australier zu diesen doch gefährlichen Tieren hat. Wir hoffen, dass das die einzige Begegnung mit einer solchen Schlange bleibt.
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