Samstag, 23. Januar 2016

Neuseeland wie wir es uns vorgestellt haben!

Unser kleiner Nissan Tiida hat uns in den letzten drei Tagen schon über 800 km weit gebracht und wir sind von den höchsten Bergen bis zum Meer damit gefahren.

Lake Tekapo - ein toller See mit vielen Möglichkeiten

Unser erster Stopp nachdem wir unseren Mietwagen abgeholt haben und von Christchurch in Richtung Süden gestartet sind, war der See mit der gleichnamigen Ortschaft Lake Tekapo. Wir haben dort drei Nächte in einer richtig netten Jugendherberge verbracht und da das Wetter am ersten Tag gleich superschön war, sind wir einen kleinen Berg hoch gewandert, den Mount John. Wir hatten von dort eine perfekte Aussicht über den See und die Gebirge rundherum.


Wir haben eine Rundwanderung über gut drei Stunden gemacht und das Wetter hat es bis wir zurück waren gut mit uns gemeint. Als wir am frühen Nachmittag wieder im Hostel waren, kamen wieder die Wolken auf. Bei uns hatte sich am Ende der Wanderung leider auch das erste Mal in Neuseeland der Heuschnupfen gemeldet und daher waren die Wolken gar nicht mal so schlimm. Den Abend haben wir uns dann im Hostel mit einer Runde Rummikub vertrieben.

Hoch hinaus zum höchsten Berg Neuseelands

Von Lake Tekapo sind wir am Tag darauf in fast 1,5 Stunden nach Aoraki\Mount Cook Village gefahren. Das kleine Dorf zählt nur gut 200 Einwohner und liegt am Fuße des höchsten Neuseeländischen Berges, dem Mount Cook. Der Berg ist mit über 3700 Metern ähnlich wie unsere Berge hoch. Da wir nicht so gute Bergsteiger sind, haben wir uns an diesen Berg natürlich nicht ran getraut, aber wir haben auch hier eine tolle Wanderung gemacht.

Das Spezielle an dieser Wanderung war, dass wir schon beim Start der wanderung auf ca. 750 Höhenmetern einigen Gletschern sehr nahe waren. Unser Ziel war der Hooker Gletschersee auf ca. 1000 Höhenmeter. Im See konnte man sogar noch Eisbrocken vom Gletscher sehen und andere Wanderer haben am Seerand kleine Eisbrocken gefunden Das soetwas in dieser Höhe überhaupt möglich ist wussten wir nicht und es war sehr beeindruckend.


Da während der Wanderung das Wetter uns nicht gerade mit Sonne überschüttet hat, waren wir richtig gut eingepackt und auch die Fotos sind teilweise nicht ganz so perfekt geworden.

Weiter gehts von den Bergen zum Meer nach Dunedin

Nun war es Zeit die Berge wieder zu verlassen und in Richtung Küste zu fahren. Unser nächster Übernachtungsstopp war die Stadt Dunedin. Auf dem Weg dorthin haben wir viele Stauseen wie den Lake Tekapo gesehen. Diese Zone besteht sogut wie nur aus Stauseen und Wasserkraftwerken und hier wird gut ein Drittel des Stroms, den Neuseeland benötigt, hergestellt.



An der Küste angekommen, haben wir uns noch ein paar "komische" Steine am Strand angeschaut. Die Moeraki Boulders, wie sie hier genannt werden, sind große runde Steine, die an einem Strandabschnitt zu finden sind. Die Steine haben sich durch vulkanische Aktivitäten auf der Insel gebildet und sehen aus, wie große Dinosauriereier. Einige der Steine sind schon auseinander gebrochen und man sieht verschiedene Schichten von Gestein darin. Sieht wirklich komisch aus.


In Dunedin konnten wir uns die Stadt mit ihren 120.000 Einwohnern etwas genauer anschauen und müssen sagen, dass sich dieser Stopp wirklich gelohnt hat. Die Stadt bietet einige tolle Gebäude wie die Town Hall, die St. Pauls Kathedrale oder auch der alte Bahnhof.


Natur und Kultur auf der Otago Halbinsel

Die Otago Halbinsel startet direkt von der Stadt Dunedin und hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Gleich zu Beginn sind wir direkt bis ans Ende der Halbinsel gefahren und konnten dort am Pilot Beach Fellrobben beobachten. Die Tiere lagen teilweise nur 1-2 Meter von den Menschen entfernt und man konnte sie auch gut beim Schwimmen beobachten. Gleich daneben gibt es eine Kolonie von Albatrossen, die auf dieser Halbinsel nisten. Das ist ganz was besonderes, da diese großen Vögel fast nirgendwo auf der Welt am Festland nisten und hier ist es auch noch so nahe an einer großen Stadt und einem Hafen.


Besichtigt haben wir dann auch das Larnach Castle, das einzige Schloss in Neuseeland. Das Schloss wurde von Herrn Larnach vor über 130 Jahren gebaut und nachdem lange nichts mehr daran gemacht wurde, in den letzten Jahrzenten von einer privaten Familie gekauft und restauriert. Auf dem Anwesen kann man extrem schöne Gärten sehen und das Schloss auch von Innen besichtigen. Wir hatten dort eine tolle Zeit und nach viel Natur war auch etwas Kultur mit dabei.


Die steilste Straße der Welt

Wusstet ihr eigentlich, dass die steilste Straße der Welt in der Stadt Dunedin in Neuseeland zu finden ist? Ob man das jetzt als Allgemeinwissen bezeichnen kann, glaube ich nicht, aber die Straße zu sehen, wenn man schon mal da ist, war ein Muss.
Mit gut 34 Grad Steigung, kann man hier in 350 Metern fast 50 Höhenmeter überwinden und je nachdem wie man die Kamera hält, sieht das Haus schief gebaut aus und nicht die Straße. Interessant war auch die Autos auf der Straße zu sehen und zu hören, wie manche Motoren schon richtig arbeiten mussten um da rauf zu kommen.


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