Montag, 11. Januar 2016

Unsere Ankunft in Neuseeland

Nun schreiben wir euch das erste Mal aus Neuseeland. Wir sind vor 4 Tagen über Nacht von Melbourne nach Christchurch geflogen. Der Flug hat nur knapp 3,5 Stunden gedauert und wir mussten die Uhr wieder um 2 Stunden weiter stellen. Nun sind wir euch genau 12 Stunden voraus, d.h. wenn ihr am morgen aufsteht ist bei uns der Tag schon wieder fast zu Ende. Durch die nicht gerade lange Flugzeit und da es über Nacht war, sind wir in Christchurch früh morgens nicht gerade fit angekommen.


Neue Eindrücke in einem neuen Land

Schon bei der Landung konnte man aus dem Flugzeug erkennen, dass Neuseeland von der Landschaft her doch sehr unterschiedlich zu Australien, dem großen Nachbarn ist. Beim Einkaufen war es dann wieder sehr ähnlich. Viele Marken sind die selben wie es auch in Australien gibt und auch die Preise sind ähnlich. Auch hier ist die Landeswährung der Dollar, aber der neuseeländische Dollar sieht ganz anders aus und ist auch etwas weniger wert im Gegensatz zum Euro. Das ist für uns natürlich umso besser.


Christchurch - eine Stadt im Wiederaufbau

Christchurch ist eine der wichtigsten Städte auf der Südinsel von Neuseeland und leider gab es hier im September 2010 und dann nochmals im Februar 2011 zwei sehr schwere Erdbeben. Das erste Erdbeben war extrem stark, aber hat nicht so große Probleme verursacht, da der Ursprung des Bebens weiter weg lag. Im Februar 2011 hatte die Stadt leider nicht so viel Glück. Das Epizentrum des Beben lag nur wenige Kilometer weg und das war schrecklich. In der Innenstadt sind mehrere Häuser einfach in sich zusammen gestürtzt. 185 Menschen starben dabei und ca. 70 bis 80 Prozent der Gebäude im Stadtzentrum wurden so stark beschädigt, dass man sie abreisen musste. Gerade im Zentrum sieht man jetzt noch, 5 Jahre nach dem Erdbeben, viele unbewohnbare Häuser, die teilweise nur durch Stützen gehalten werden. So auch die große Kathedrale auf dem Hauptplatz, wo es sehr umstritten ist, ob man sie so lassen soll, oder ob man sie abreisen soll.


Dann findet man aber auch schon viele kleine Hoffnungsschimmer überall in der Stadt. Man sieht dass schon einige Straßen wieder hergerichtet worden sind. Die Tram für die Touristen fährt wieder und die Bewohner der Stadt sind auch sehr erfinderisch geworden. Es gibt ein kleines Einkaufsviertel, dass nur aus Schiffskontainern besteht. Die Geschäfte befinden sich in umgebauen Kontainern und können in kurzer Zeit von A nach B verfrachtet werden, falls der Platz benötigt wird. Es gibt eine Kirche aus Karton, die richtig groß ist und insgesamt nur 1,2 Tonnen, also weniger als die meisten Autos, wiegt. Diese wurde in kürzester Bauzeit errichtet und steht als Symbol für den Wiederaufbau in dieser Stadt.

Es ist schade was dieser Stadt passiert ist, aber wir können uns vorstellen, dass in ca. 5 bis 10 Jahren, dies eine der neuesten und modernsten Städte der Welt ist. Aber auch jetzt ist die Stadt dennoch sehenswert und wir hätten keinen besseren Startpunkt haben können.



Mit der Gondel zum Aussichtspunkt

Heute haben wir uns noch ein kleines Highlight gegönnt. Wir sind mit einer Gondel etwas außerhalb von Christchurch auf einen Aussichtspunkt raufgefahren und konnten so die ganze Umgebung von oben betrachten. Die Stadt wurde in einer sehr flachen Zone gebaut, aber drum herum sieht man Hügel und dahinter ein wunderbarer natürlicher Hafen. Das ist ein Vorgeschmack für uns, was auf der Südinsel auf uns wartet.



Anmerkungen am Rande

Obwohl das Wetter heute ganz schön war, weht im Moment ein sehr kalter Wind. Mal schauen ob wir uns in den nächsten Tagen noch etwas wärmere Kleidung kaufen müssen, oder ob wir mit dem was wir haben gut durchkommen. Mal schauen...

Wir haben uns auch endlich zu einem Friseurbesuch durchringen können. Da wir jetzt doch schon fast zwei Monate auf Reisen sind, war es bei uns beiden mal wieder notwendig. Da die Reisekasse leider kein super Friseusalon her gibt, haben wir einen günstigen Haircut ausprobiert. Wir haben zusammen 30 Euro bezahlt und sind mit dem Schnitt doch recht zufrieden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen