Samstag, 27. Februar 2016

Unsere letzten Tage in Neuseeland

Wir sitzen gerade im Flieger von Neuseeland nach Hawaii und sind schon ganz gespannt auf unser für uns noch unbekanntes Ziel. Wir müssen aber auch auf einige tolle Tage in und um Auckland zurück schauen und möchten euch davon berichten.

Auf dem Weg Richtung Stadt

Wir hatten Auckland ja schon durchfahren um Richtung Norden zu gelangen, aber an dem Tag hatten wir leider sehr viel Regen und somit haben wir uns für den gleichen Rückweg entschieden, um die selben Zonen nochmals mit Sonnenschein zu sehen. Wir müssen euch sagen, dass das einen extremen Unterschied ausmacht. Wir haben einen tollen Wasserfall in Whangarei entdeckt und haben uns einige extrem schöne Strände angeschaut. Mit Regen sah das alles nicht so ansprechend aus. Sogar ein paar Stunden am Strand sind sich auf dem Rückweg ausgegangen.


Auckland -  die einzige wahre Großstadt Neuseelands

Wir haben unseren "kleinen" Toyota Wish dann in Auckland zurück gegeben um uns noch 3 Tage lang mit der Stadt Auckland zu beschäftigen. Wir hatten schon sehr viel von der Stadt gehört und wenn wir ehrlich sind nicht immer Gutes. Viele meinten, dass die Stadt nichts besonderes ist und mit einem Tag mehr als genug Zeit kalkuliert sei. Uns kam das schon recht merkwürdig vor, da ja ein Drittel der gesamten Bevölkerung von ganz Neuseeland in Auckland lebt und die würden doch nicht alle irgendwo leben, wo es nicht schön ist, oder? Darüber lässt sich wahrscheinlich streiten und Geschmäcker sind verschieden.


Uns hat es auf jeden Fall gut in Auckland gefallen und wir konnten noch einige tolle Eindrücke von Neuseeland sammeln. Ganz sicher ist, dass Auckland die einzige Großstadt Neuseelands ist, da die Hauptstadt Wellington und auch Christchurch viel kleiner sind. Typisch für eine Großstadt ist das Verkehrsproblem, das diese Stadt hat und das ist wirklich enorm. Ein Beispiel ist, dass es vom Airport bis ins Stadtzentrum keine wirkliche Autobahn oder Umfahrung gibt. Der gesamte Verkehr schleusst sich durch Wohngebiete und normale Stadtstraßen. Ebenfalls ein großes Problem ist, dass der gesamte Verkehr der Richtung Norden ins Northland will, die gesamte Stadt queren muss und über die Harbour Bridge fährt. Die Brücke wurde schon erweitert und bietet 4 Spuren in jede Richtung, aber immer noch gibt es dort meist nur Stau zu sehen. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind anscheinend nicht sehr gut, da die Stadt keine U-Bahn oder Tram hat und alles mit Bussen gemacht werden muss. In einigen Jahren soll eine U-Bahn gebaut werden, mal schauen ob das klappt.

Die Großstadt bietet auch andere Ausblicke

Eine andere Seite von Auckland sieht man dann in den vielen Parks. Jeder der Parks ist auf einem kleinen Hügel und wenn man genauer hin sieht, dann sind die Hügel alle erloschene Vulkane. Einer der Vulkane direkt im Zentrum soll sogar noch aktiv sein und im Moment nur schlafen. Es wird spekuliert, dass er in ein paar hundert Jahren wieder ausbricht. Wir haben uns die Zeit genommen und sind auf den Mount Eden rauf spaziert und dort hat man nicht nur eine tolle Aussicht auf die Stadt und den Hafen, sondern kann auch erahnen wie der Vulkan mit seinem Krater früher ausgesehen haben muss.


Einen tollen Ausblick hatten wir auch vom Auckland Skytower, dem höchsten Gebäude der südlichen Hemisphäre. Es wird zwar ein bisschen mit Melbourne gestritten, da diese sagen, dass der Eureca-Tower dort noch höher ist, aber das machte für uns keinen Unterschied. Der Turm steht im Zentrum von Auckland und ist von fast überall zu sehen. Er ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden und deswegen mussten wir da gleich am ersten Tag rauf. Wir denken, die Bilder sprechen für sich und diese Aussicht hätten wir uns nie im Leben entgehen lassen wollen.


Auch in Auckland haben wir an einer Free City Walking Tour teilgenommen und haben somit in gut 3 Stunden die wichtigsten Zonen der Stadt gesehen und viel Interessantes erklärt bekommen. Wir finden diese Touren immer gut, da es meist junge lokale Leute sind, die die Führung auf eine unterhaltsame und humorvolle Weise machen und dann gibt man am Ende auch gerne ein Trinkgeld, davon leben diese Touren ja.


Auckland hat den Spitznamen - Stadt der Segel

Da es im Hafen von Auckland extrem viele private Segelschiffe gibt und die Stadt auch daher ihren Spitznamen bekommen hat, mussten auch wir durch den Hafen von Auckland segeln. Gesagt = getan! Wir haben uns eine kleine Tour auf einem Segelschiff gebucht und sind dabei gut 1,5 Stunden durch den Hafen und unter der Harbour Bridge hindurch gesegelt. Wir waren sicher nicht das schnellste Boot auf dem Wasser, aber wir hatten tolle Ausblicke, schönes Wetter und Ivan ist durch ein paar Wellen sogar nass geworden.


Unser Skipper hat uns auch noch ein paar "Spielzeuge" der Reichen im Hafen gezeigt und auch etwas über die Preise für solche Schiffe informiert. Es ist wohl genug gesagt, dass wir normalen Menschen uns diese Schiffe nie im Leben leisten könnten. Dennoch war es ein tolles Erlebnis in der Stadt der Segel mit einem Segelschiff unterwegs zu sein.

Zweimal die selbe Nacht gebucht

Nun noch eine kleine Verwirrung am Schluss. Wir mussten für das selbe Datum zwei Hotels buchen in zwei unterschiedlichen Orten. Ihr denkt euch jetzt sicher, die beide spinnen ja, aber das ist richtig so. Wir sind in Auckland gegen 11.00 Uhr vormittags am 27. Februar gestartet. Somit haben wir die Nacht von 26. auf 27. in einem Hostel in Auckland verbracht. Ankommen werden wir gegen 21.00 Uhr am Abend am 26. Februar in Honolulu auf Hawaii und dort mussten wir somit auch wieder ein Hotel von 26. auf den 27. Februar buchen. Komisch, oder?

Das ist so weil wir auf unserem Flug über den Pazifik die Datumsgrenze überqueren, das ist eine imaginäre Linie, wie die übrigen Zeitzonen, jedoch muss man hier die Uhr nicht um eine Stunde, sondern um einen ganzen Tag zurück stellen. Das ist so, weil die Uhrzeit ja von Greenwich bei London ausgeht und wenn man Richtung Osten fliegt muss die Uhr voraus gestellt werden und wenn man Richtung Westen fliegt zurück. Somit waren wir euch in Neuseeland immer 12 Stunden voraus und auf Hawaii sind wir auf einmal 11 Stunden hinter der Südtiroler Zeit. Irgendwo auf der Welt musste diese Datumsgrenze gezogen werden und da eignet sich der Pazifik, wo fast kein Mensch lebt richtig gut.

Viele Leute meinen wir bekommen somit auf unserer Reise einen Tag geschenkt, aber das ist nicht wirklich so, da wir ja auf unserem Weg nach Neuseeland die Uhr immer wieder nach vorne stellen mussten und auf unserer weiteren Reise noch müssen, haben wir immer die selbe Zeit zur Verfügung wie alle anderen auf dieser Welt.

Dienstag, 23. Februar 2016

Northland - Sonne, Strand und gutes Wetter!

Da wir ja nun in einigen Tagen weiter von Auckland nach Hawaii fliegen, haben wir uns den nördlichsten Teil von Neuseeland für das Ende unserer Zeit in diesem Land aufgespart. Und man kann wirklich sagen, dass das keine blöde Idee war. Als wir durch Auckland hier rauf gefahren sind, hat es geschüttet wie verrückt. Viele kleine Bäche sahen aus, wie große Flüsse und die Kühe standen auf den Weiden teilweise mit den Füssen im Wasser. Da wussten wir noch nicht, wie schön das Wetter an den darauf folgenden Tagen werden wird.

Eines der schönsten Erlebnisse in der Bay of Islands

Wir hatten schon im Voraus gelesen, dass es in der Bay of Islands, ein Küstenabschnitt bei Paihia im Northland, ein Hausboot gibt, auf dem man für eine Nacht bleiben kann. Normalerweise machen wir keine Werbung hier in unserem Blog, aber diese Tour war einfach unglaublich. Das Hausboot heißt The Rock Overnight Cruise und bietet bis zu 36 Betten. Als wir dort waren, waren auf dem Schiff 11 Gäste mit uns und 5 Besatzungsmitglieder. Das war einfach super. So hatten wir alle extrem viel Platz und es war super gemütlich.


Los ging es um 5 Uhr abends im Hafen von Paihia. Das Schiff ist eine umgebaute Autofähre und da es auf See sehr schwierig zu lenken ist, sind wir sehr oft Schlangenlinien gefahren, aber das macht nichts, da das Schiff sowieso nicht schneller als 5 Knoten fahren kann. Wir sind dann ein Stück raus gefahren und in einer Bucht haben wir uns beim Angeln versucht. Wir haben zusammen sicher 10 Fische gefangen, aber alle bis auf einen waren zu klein und durften daher wieder zurück ins Meer. Die hatten wirklich Glück. Ein Fisch war groß genug und wurde vom Käptain sofort zu Sushi verarbeitet. Das hat so frisch einfach herrlich geschmeckt.

Danach gab es Abendessen und das genau bei Sonnenuntergang. Schöner hätte es nicht sein können. Als es dann ganz dunkel war, sind wir raus aufs Wasser zum Nacht-kayaken. Im Wasser rund um die Bay of Islands gibt es so fluoreszierende Einzeller und wenn man das Wasser mit der Hand oder dem Paddel bewegt, dann fangen diese an zu leuchten und es schaut aus, als wären kleine Funken im Wasser. Wir hatten so etwas noch nie gesehen und auch noch nie davon gehört, daher könnt ihr euch vorstellen, wie überrascht wir waren.

Danach konnten wir noch im Dunkeln schwimmen gehen. Ich (Franzi) habe die Gelegenheit wahrgenommen und bin wirklich ins Wasser rein. Ivan war ganz überrascht, aber er konnte sich nicht dazu durchringen. Es war aber dann auch schnell etwas frisch und ich bin dann gerne wieder aufs Schiff und habe mich vor dem Kaminofen gewärmt. Ja, ihr habt richtig gelesen. Auf dem Hausboot gibt es auch einen richtigen Holzofen!!!

Die Nacht war richtig ruhig und wir haben super geschlafen und am Morgen gab es noch einen tollen Sonnenaufgang. Am Vormittag stand dann schnorcheln auf dem Plan und wir haben eine der über 140 Inseln in der Bay of Islands mit dem Kayak angesteuert und sind auch bis auf die kleine Spitze gewandert. Der Ausblick von dort war sensationell.



Danach ging es mit dem Schiff wieder in den Hafen von Paihia. Auf dem Rückweg haben wir dann noch eine große Gruppe von Delfinen aus der Ferne beobachten dürfen. Auf dieser Tour folgte für uns ein Highlight aufs nächste und wir waren traurig, dass die Tour nicht länger gedauert hat. Wir hatten aber auch sehr viel Glück mit dem Wetter. Die Tour in der Nacht zuvor war voll gebucht und es hat extrem geregnet und es gab auch hohe Wellen.


Waitangi Treaty Ground

Damit ihr nicht glaubt, dass wir uns hier in Paihia nur die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, haben wir auch was Kulturelles gemacht. Hier oben im Northland, befindet sich die Geburtstätte von Neuseeland. Hier kam Käptain Cook und auch die ersten Siedler der Maori an Land und genau hier in Waitangi wurde ein Vertrag zwischen Maori und Siedlern unterschrieben und somit Neuseeland gegründet.

Hier könnten wir euch natürlich sehr viel über die Geschichte und den genauen Ablauf erzählen. Wie alles Zustande kam und wer beteiligt war, aber ich glaube, das interessiert euch nicht so wirklich. Auf jeden Fall kann man sehen, dass die Maori sich besser mit der Situation der Besiedlung durch die Europäer zurecht gefunden haben, als die Aboriginies in Australien. Die Maori Kultur ist hier im Norden noch sehr spürbar und das ist auch gut so. Auch wenn sich die Siedler nicht immer an den Vertrag gehalten haben, war es den Maori doch möglich ihre Kultur zu erhalten.


Das erste Mal golfen nach über 3 Monaten

Es war nun auch endlich mal soweit, dass wir hier in Neuseeland golfen gegangen sind. In Waitangi haben wir einen Golfplatz gefunden, der nicht extrem teuer war und einen tollen Ausblick über die Küste und die Bay of Islands bietet. Diese Gelegenheit konnten wir uns nicht entgehen lassen. So haben wir uns Schläger ausgeliehen und haben einmal 18-Loch gespielt. Am Anfang hat man gemerkt, dass die Übung fehlt, aber es hat doch riesigen Spass gemacht und so einen Ausblick beim Golfen findet man bei uns bzw. in ganz Europa nur sehr schwer.

Gewonnen hat die Partie dann bis zum Ende Ivan, aber wir hatten um keinen Einsatz gespielt, daher war das nicht schlimm.


Bis zum nördlichsten Punkt von Neuseeland, dem Cape Reinga

Am nächsten Tag sind wir dann weiter bis zum nördlichsten Punkt, dem Cape Reinga. Von der Bay of Islands ist das nochmals gut 3,5 Stunden Autofahrt, dass ihr euch die Strecken etwas besser vorstellen könnt. Das Cape Reinga ist für die Maori ein heiliger Ort, da in ihrer Kultur die verstorbenen Seelen hier her kommen und von hier die Reise in das Land der Toten antreten. Daher darf man auf dem Cape nichts essen oder trinken. Später wurde auf dem Cape ein Leuchtturm aufgestellt, um den Schiffen den Weg zu zeigen. Heute ist es ein Ort, den man gut besichtigen kann und wo es sehr schön ist. Man hat einen tollen Ausblick auf das Meer und kann fast sehen, wie die Tasmanische See und der Pazifik aufeinander treffen.


Te Paki Sanddünen und der 90-Mile-Beach

Ein paar Kilometer südlich von Cape Reinga etwas abseits der Hauptstraße könnte man auf einmal meinen, man ist in der Wüste. Dort findet man die Te Paki Sanddünen.  Die Dünen fangen plötzlich hinter einer Kurve an und sind extrem hoch. Nachdem man ein Stück gegangen ist, kann man verstehen, wie einfach es ist sich in der Wüste zu verirren, da man weder zurück zum Parkplatz sieht, noch weiter nach vorne zum Strand. Da die Dünen auch sehr steil sind, kann man am Parkplatz kleine Surfboards ausleihen und mit diesen dann die Sanddünen runter surfen. Wir hatten das schon mal in Australien gemacht und daher haben wir es dieses mal nicht ausprobiert. Aber man konnte sehen, dass es vielen richtig Spass gemacht hat.


Diese Dünen sind auch der nördliche Startpunkt des 90-Meilen-Strandes. Der Strand ist in Wahrheit nur gut 80 km lang, aber das wirklich interessante an diesem Strand ist, dass er bei Ebbe zu einer kleinen Autobahn wird. Jeder darf, wenn er glaubt, dass sein PKW das aushält, auf diesem Strand fahren. Es wird empfohlen, nur mit Vierradantrieb auf dem Strand zu fahren, aber wir haben auch ein paar andere Fahrzeuge dort gesehen. Es gibt auch Bustouren, die einen großen Stück an dem Strand entlang fahren. Wir haben uns nicht getraut, mit unserem Toyota Wish an den Strand zu gehen, aber mit einem passenderen Auto wären auch wir sicher dabei gewesen.


Nun geben wir unseren Mietwagen bald in Auckland ab und dann heißt es auch schon Abschied nehmen von Neuseeland.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Sehr merkwürdiges Land könnte man sagen!

Wir haben nun schon mehrere Tage nichts mehr hören lassen. Das liegt aber nicht daran, dass es uns nicht gut geht, sondern mehr daran, dass wir gutes Wetter hatten und es so viel zu tun gab, dass wir nicht dazu gekommen sind zu schreiben. Jetzt werden wir das aber gleich nachholen und euch wieder auf den Laufenden bringen.

Wandern im Mount Tongariro National Park

Im Zentrum der Nordinsel gibt es einen großen Nationalpark mit dem höchsten Berg der Nordinsel. Im Nationalpark findet man drei hohe Berge und alle drei sind bzw. waren Vulkane. Einer davon ist sogar noch aktiv und raucht hier und da mal ein bisschen.
Wir haben im Nationalpark eine tolle Tageswanderung gemacht zu zwei schönen Kraterseen und zu einem tollen Wasserfall. Das Wetter war nicht so gut, aber es hat nicht geregnet und daher konnte man ohne extrem zu schwitzen bei etwas über 20 Grad die 16 km gut wandern. Die beiden Seen waren sehr schön und der Wasserfall auf dem Rückweg war besser als erwartet. Obwohl er nicht sehr hoch war, hat er mächtig krach gemacht und schön ausgeschaut.


Der größte See Neuseelands - Lake Taupo

Sehr gut gefallen hat es uns dann auch am Lake Taupo, dem größten See Neuseelands. Wir hatten dort nur eine Übernachtung gebucht und wären gerne noch etwas länger geblieben. Die Ortschaft ist wirklich schön und es war auch einiges los. Es gab eine nette Promenade direkt am See und viele kleine Lokale und auch viele Übernachtungsmöglichkeiten.

Als eine der großen Sehenswürdigkeiten am Lake Taupo, mussten wir uns die Huka Falls anschauen. Das ist eine Art Wasserfall auf dem Fluss der aus dem Taupo See fliesst. Am Anfang sind wir auf einem Spazierweg eine gute halbe Stunde am Fluss entlang spaziert. Dort ist der Fluss richtig breit und schön ruhig und dann auf einmal wird es eng und das ganze Wasser muss durch diese von Felsen begrenzte Stelle durch. Hier kann man sehen, wie viel Kraft das Wasser hat. Sah wirklich toll aus.


Auf dem Rückweg sind wir dann noch zu einer heißen Quelle gekommen, die direkt in den Fluss mündet. Das Wasser, das aus der Quelle kommt hat sicher über 50 Grad und mit dem kalten Flusswasser vermischt, konnte man dort sehr gut schwimmen gehen. Wir konnten uns das nicht so richtig vorstellen, dass einfach heißes Wasser in den Fluss rein kommt, aber wir wurden eines Besseren belehrt und hatten im warmen Wasser richtig viel Spass.


Das geothermale Zentrum des Landes

Weiter ging unsere Reise nach Rotorua und zum geothermalen Zentrum von Neuseeland. Wenn wir ehrlich sind, konnten wir uns da nicht wirklich viel darunter vorstellen, daher haben wir uns zwei Eintrittskarten für Wai o Tapu gekauft, ein Park, in dem man verschiedene geothermale Attraktionen sehen kann.

Es gibt dort Steine in vielen verschiedenen Farben, welche durch Gase, die aus dem Boden kommen in diese unterschiedliche Farben gefärbt werden. Auch ein Highlight ist der Lady Knox Geyser, der jeden Tag um 10.00 Uhr mit ein bisschen Hilfe der Ranger ausbricht und richtig viel Wasser spuckt. Toll sind auch die vielen kleinen Wasserbecken, mit mehr oder weniger heißem Wasser, wo der Wasserdampf nach oben steigt und man das Wasser auch köcheln sieht. Die Hauptattraktion ist der Chamagnerpool, ein natürliches rundes Becken mit gut 70 Grad heißem Wasser, das durch aufsteigende Gase immer leicht blubbert und dadurch sieht es ein bisschen wie Champagner aus.


Erklärt wurden uns diese Phänomene durch die dünne Erdkruste, die Neuseeland von dem heißen Kern unseres Planeten trennt. Bei uns ist diese Kruste gut 50 km dick. Hier in Neuseeland ist die Kruste nur ca. 8 km dick und da hier auch noch zwei Platten aufeinander treffen, dann kommt hier noch viel mehr vom Erdkern rauf, als woanders.
Ebenfalls in der selben Zone konnten wir uns auch noch den größten Schlammpool der Südlichen Hemisphäre anschauen. Man muss sich das wie ein großer Platz vorstellen aus Schlamm und es blubbert überall und es kommen immer wieder sehr merkwürdige Gase nach oben und blasen den Schlamm wie Seifenblasen auf bis diese dann platzen.


In der Zone von Rotorua gibt es von diesen geothermalen Aktivitäten sehr viele. Es gibt sogar einige Kraftwerke, die aus dem heißen Wasser Strom machen. Da sieht man auch wie gut man diese Quellen nutzen kann. Auch der große See bei Rotorua wird von vielen Thermalquellen gespeißt und leider riecht man das auch in der gesamten Zone. Es liegt dort ein sehr penetranter Schwefelgeruch in der Luft.



Nicht nur das thermale Zentrum, auch das Maori-Zentrum

In Rotorua haben wir uns auch das erste Mal etwas mehr mit der Maori-Kultur befasst. Auf der Südinsel war davon nicht viel zu spüren, aber schon in Wellington angekommen, hat man den Einfluss der Maori immer stärker gespürt. Die Ortsnamen sind nicht mehr so englisch, sondern immer stärker an der Maori-Sprache angepasst. Man sieht in vielen Ortschaften Schnitzereien als Kunstobjekte aufgestellt und in Rotorua gibt es mehrere Maori-Stämme, welche ein Abendessen mit einer Maori-Tanzshow anbieten. So ein Abendessen haben wir uns zum Valentinstag gegönnt.


Am Anfang waren wir etwas skeptisch, da es doch recht teuer war und wir online auch einige schlechte Bewertungen gelesen hatten. Einige haben berichtet, dass es sehr touristisch sei und die Tanzvorstellung und auch die Maori-Dörfer nicht echt aussehen. Jetzt im Nachhinein, sind wir froh, dass wir diesen Abend mitgemacht haben. Die Maori-Tanzshow war wirklich gut und wir haben dort einiges über die Maori-Kultur gelernt. Natürlich ist es nicht mehr die Art und Weise wie die Maori heute leben, aber wie sie früher gelebt haben. Das wäre das gleiche als würde man bei uns die Schuhplattler als unecht bezeichnen, nur weil die Jungs im normalen Leben nicht mit der Lederhose anzutreffen sind und jodeln und tanzen.

Besuch bei den Kiwi's

Ebenfalls ein Highlight für uns war der Besuch der Kiwi's. Es gibt drei Kiwi's in Neuseeland: zum ersten nennen sich die Neuseeländischen Einwohner gerne selbst Kiwi's, zum zweiten gibt es die Kiwi-Frucht, die man auch bei uns kennt und zum dritten gibt es hier den Kiwi-Vogel.

Der Kiwi-Vogel ist schon sehr stark gefährdet und ist hier unter Schutz gestellt. Wir durften uns in einem Park ein paar Kiwi's anschauen. Die Tiere sind sehr schreckhaft und nur nachtaktiv. Sie sehen etwas merkwürdig aus, und haben einige wirklich merkwürdige Eigenschaften. Sie haben einen langen Schnabel und die Nase liegt ganz vorne auf dem Schnabel, damit sie das Essen schneller riechen können. Sie haben ganz kleine Flügel und können daher nicht fliegen. Dafür haben sie extrem starke Füsse und können sehr schnell laufen. Die Weibchen brüten in ihrem Bauch ein Ei aus, dass zwei Drittel ihres Körpers einnimmt und wenn sie das Ei gelegt haben, dann verschwinden sie einfach und das Männchen muss auf das Ei aufpassen. All das fanden wir sehr merkwürdig und waren froh, dass wir die Tiere mal in Echt sehen durften.


Hobbiton - zu Gast im Auenland
Jeder der ein Fan von den Filmen Herr der Ringe und Hobbit ist, wird nun gleich wissen was gemeint ist. Diese Filme wurden alle in Neuseeland gedreht und der Drehort, wo die Hobbits im Film leben, darf nun auch besichtigt werden. Da mussten wir atürlich hin. Auch wenn wir nicht so große Fans sind (Ivan hat erst hier in Neueeland den ersten Teil von Herr der Ringe gesehen), konten wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Wo auf der Welt kann man sich schon einen solchen Drehort anschauen?

Auf jeden Fall hatten wir in Hobbiton die Tour gebucht und konten uns zwei Stunden lang das Auenland in dem Frodo und Sam gelebt haben, genauer anschauen und haben einige tolle Infos von unserer Führung bekommen. Überrasch hat uns, dass die kleinen Hobbit Holes wirklich alle so detailgetreu gebaut wurden und dass auch jetzt noch die Gärten und alles rund herum top gepflegt ist. Man fühlt sich wirklich ein bisschen wie in den Film versetzt, als ob Bilbo, Frodo oder auch der Zauberer Gandalf gleich um die Ecke kommt.


Zurück an die Küste und zu einem der schönsten Strände der Welt

Von Rotorua ging es dann weiter in der Norden auf die Coromandel Halbinsel, wo es einige der schönsten Strände der Welt gibt. Da wollen wir euch gar nicht groß mit vielen Worten langweilen und schicken euch einfach nur ein paar tolle Bilder.


Wie gesagt, haben wir in diesen letzten Tagen einige sehr merkwürdige Erfahrungen gemacht, die man wahrscheinlich nirgendwo sonst auf der Welt findet und diese findet man hier alle auf einem haufen, teilweise nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Wir glauben, dass genau das den Reiz von Neuseeland ausmacht.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Und weiter geht die Entdeckungstour auf der Nordinsel

Wir haben uns nun wieder einen Mietwagen ausgeliehen und haben die Hauptstadt Wellingon verlassen. Die Stadt ist wirklich sehr sehenswert, aber unsere Zeit in Neuseeland ist begrenzt und wir wollen ja noch die Nordinsel erkunden und genauer kennen lernen.

Mietwagen mal anders

Wir haben wie immer nach dem günstigsten Angebot online gesucht für einen Mietwagen mit dem wir in den nächsten 16 Tagen von Wellington nach Auckland fahren können. Wir haben eine kleine etwas unbekannte Firma gefunden, die einen tollen Preis hatten für den kleinsten Mietwagen, der möglich war. Da mussten wir einfach zuschlagen. Als wir dann zur Firma hinfuhren, haben wir gemerkt, dass das Büro ein Motel ist und nirgendwo standen Mietwagen herum. Das kam uns doch etwas merkwürdig vor, aber der Herr war sehr freundlich und meinte, dass der Mietwagen schon vor der Tür steht. Dort stand ein Toyota Wish mit 7 Sitzen und extrem viel Platz. Somit hatten wir diese Mal Glück und haben nicht viel ausgegeben und das kleinste Auto gebucht und einen richtig großen Familienvan bekommen.


Die Westküste rund um Mount Taranaki

Von Wellington aus sind wir natürlich mal als erstes Richtung Norden gefahren um dann weiter an der Westküste entlang zu fahren. Wir haben schnell gemerkt, dass diese Zone nicht ganz so touristisch ist, da es nicht unbedingt auf der Route liegt von vielen Busunternehmen. Aber genau das ist das Tolle mit einem Mietwagen - wir können selbst entscheiden wohin wir fahren und was wir uns anschauen.

Unser erster Stopp war die Ortschaft Whanganui, eine Lebestadt, wo nicht wahnsinnig viele Touristen durchkommen. Im Hostel waren wir in dieser Nacht zu dritt und hatten es richtig ruhig und gemütlich. Da wir schon recht früh in Whanganui angekommen sind, haben wir uns noch eine große Attraktion der Stadt angeschaut - ein Aufzug, der auf eine kleine Anhöhe führt. Der Aufzug wurde vor gut hundert Jahren gebaut, um eine neue Wohnsiedlung auf dem Hügel für die Käufer schmackhaft zu machen. Man muss über 130 Meter durch einen Tunnel gehen und dann noch über 60 Meter mit dem Aufzug rauf fahren und schon ist man auf dem Hügel angekommen. Die Fahrt kostet 2 Dollar und es rüttelt einen richtig durch, aber es war etwas, das man nicht alle Tage sieht.


Ansonsten gibt es in Whanganui alles was man im Alltag benötigt, wie große Supermärkte und andere Geschäfte und auch einige Bars und Restaurants. 


Am Tag darauf ging es für uns dann auch weiter an der Westküste entlang, auf dem Surfer Highway. Dieser führt einen Teil der Küste entlang und bietet einige tolle Ausblicke auf die schöne Küstenabschnitte und Surferstrände. Auch ein kleiner Leuchtturm liegt auf dem Weg.


New Plymouth's Walkway direkt an der Küste

Am Ende dieses Highways liegt die etwas größere Stadt New Plymouth mit einer tollen Promenade für Radfahrer und Spaziergänger. Dieser Walkway geht 13 km entlang der Küste und bietet tolle Aussichten aufs Meer und auch auf einige Strände. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Te Rewa Rewa Brücke, welche vor einigen Jahren gebaut wurde und ein bisschen an ein Walskelett erinnert. Darüber hinaus hat man bei gutem Wetter einen tollen Ausblick auf den Berg Mount Taranaki. Der Berg sieht auf einer Karte wie ein Kreis aus und man merkt schnell, dass es er mal ein Vulkan war, den sonst spitzen sich Berge normalerweise nicht so schnell und gleichförmig zu.

Auf jeden Fall macht der Berg echt was her und wir waren froh, dass Mount Taranaki am zweiten Tag sehr gut sichtbar war, da er sich sonst meist hinter Wolken versteckt.


Forgotten World Highway

Online hatten wir schon über eine Straße gelesen, welche irgendwie durchs Nichts führt und sehr entlegen sein soll, der Forgotten World Highway wird er hier genannt. Übersetzt heißt er die "Vergessene Welt Straße", aber wirklich vergessen ist er nicht, da es doch einige Touristen gibt, die von er Straße angezogen werden wie wir.

Wir hatten schönes Wetter als wir die 150 km gefahren sind und das war auch gut so. Etwa 12 km in der Mitte der Strecke sind gar nicht geteert und da wäre es sicher bei Regen sehr matschig geworden. Das erste Stück der Straße führt von Stratford über einige kleinere Bauerndörfer und ist ganz nett anzuschauhen. Dann fangen die Hügel an und man fährt über vier kleine Sattel drüber. An gewissen Stellen ist die Straße super, aber es gibt auch ein par Abschnitte, wo die Fahrbahn etwas wegrutscht und man dort daher nur einspurig fahren darf. Da merkt man schon, dass die Straße nicht alltäglich ist.

Auf dem halben Weg kommt man nach Whangamomona, eine winzige Ortschaft, welche vor einigen Jahren eine eigenständige Republik ausgerufen hat. Im Hotel der Ortschaft kann man einen Pass für die Republik kaufen und es gib sogar Wahlen und alle zwei Jahre einen Republic Day. Sehr merkwürdig, da die Ortschaft nur von gut 30 Leuten bewohnt wird.

Weiter geht die Fahrt dann durch einen eispurigen Tunnel, der als Hobbit's Hole bezeichnet wird. Und dann führt die Straße durch eine Schlucht und da kommt dann der ungeteerte Teil ins Spiel. Hinter der Schlucht beginnen dann wieder die Schaffarmen und die Straße wird wieder etwas breiter. Wir hatten auf der Durchfahrt viel Spass und haben einiges erlebt.



Sonntag, 7. Februar 2016

Von Süd nach Nord mit einigen tollen Highlights

Wir haben nochmals kurz Halt in Christchurch gemacht um dort den Mietwagen zu tauschen und haben uns dann mit einem neuen Gefährt gleich weiter Richtung Norden gemacht.
 
Kaikoura - ein Wal hat sich gezeigt
Eine Nacht haben wir an der Ostküste in Kaikoura verbracht. Die Gegend rund um Kaikoura ist dafür bekannt, dass man dort sehr oft Wale beobachten kann. Am Tag als wir angekommen sind, hatten wir tolles Wetter und somit haben wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages noch ausgenützt um einen Spaziergang an der Küste zu machen und wir sind mit tollen Eindrücken und auch tollen Fotos belohnt worden.



Für den darauf folgenden Tag hatten wir am Vormittag eine Tour gebucht um Wale zu sehen. Da wir in Australien immer zur falschen Zeit am falschen Ort waren und die Wale nie sehen konnten, waren wir überglücklich, dass man in Kaikoura ganzjährig Pottwale sehen kann. Leider war das Wetter an diesem Morgen nicht ganz so gut, aber unsere Tour wurde durchgeführt und somit ging es mit einem Boot und ca 50 Personen schnurstracks raus aufs Meer. Da die Pottwale meist nur in Gewässer zu finden sind die über 1000 Meter tief sind, hat das eine gute halbe Stunde gedauert. Und dann hieß es Warten und schauen ob sich ein Wal zeigt. Da die Pottwale ca. 45 Minuten in tiefem Gewässer jagen und nur zum Luft holen nach oben kommen, gehört auch ein bisschen Glück dazu.
Und nachdem wir noch ein Stück weiter gefahren sind, tauchte ein Wal dann auch auf. Wir konnten ihm gut 5 Minuten beim ein- und ausatmen zuschauen und dann ist er wieder zum Jagen abgetaucht. Da hat er uns dann noch richtig schön die Schwanzflosse gezeigt. Das Tier war laut Crew ca. 17 Meter lang und um die 30 Jahre alt. Auf jeden Fall waren wir wirklich beeindruckt und haben uns sehr gefreut, dass wir so einen Giganten mal live sehen durften.


Weiter geht es Richtung Fährhafen Picton

Auf dem Weg zum Fährhafen nach Picton haben wir noch eine Nacht in Anakiwa verbracht, knapp 1 Stunde von Picton entfernt, und das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Anakiwa ist ein winziges Nest und hat nichtmal ein Geschäft. Es liegt aber direkt an einem Fjord und das Wasser dort ist einfach traumhaft. Wir hatten dort eine kleine Pension gebucht und als wir dort am Nachmittag ankamen, durften wir noch eine Runde mit einem Kayak machen und die Gegend erkunden. Das hat riesigen Spass gemacht und wir haben viele Muscheln und auch ein paar merkwürdige Vögel gesehen. Beim Abendessen konnten wir noch den Sonnenuntergang beobachten und wie es langsam dunkel wurde.

Am nächsten Morgen sind wir dann noch ein Stück vom Queen Charlotte Track gewandert, der gut 4 - 5 Tage durch die Wildniss führt. Das könnte unser nächster Urlaub sein, wer weiß... Wundervoll war auf jeden Fall dieser tolle Ausblick über die Bucht und das ruhige Wasser im Fjord.


In Picton angekommen, ging dann alles recht schnell. Wir habe den Mietwagen abgegeben und sind dann gleich zur Fähre gebracht worden. Dort haben wir dann unsere Rucksäcke noch aufgegeben und noch schnell was gegessen und schon war der Abschied von der Südinsel gekommen.

Eine Schiffsfahrt wie aus dem Bilderbuch

Auch an diesem Tag war uns das Wetter gnädig und wir hatten auf der Fähre sehr viel Sonne und nicht extrem starken Wind. Die Fähre braucht gut 3,5 Stunden von Picton nach Wellington und der erste Abschnitt führt durch einen Fjord aufs offene Meer hinaus. Die Strecke soll wei schlechtem Wetter und rauem Seegang nicht gerade spassig sei, aber für uns war es wie eine Panorama-Fahrt mit einer Fähre.

Das Wasser hat in den unterschiedlichsten Blautönen geschimmert und die umliegenden Hügeln und kleinen Inseln haben mit tollen kleinen und versteckten Stränden gelockt. Wir hoffen unsere Bilder können euch dieses Gefühl ein bisschen vermitteln.


Wellington - kleine Hauptstadt Neuseelands

Angekommen auf der Nordinsel, hat uns der Hafen von Wellington, die Hauptstadt Neuseelands, gleich begrüßt. Schon vom Schiff aus konnte man sich ein gutes Bild über die hügelige Stadt machen und die Vorfreude wurde größer. Schon einige Tage zuvor hatten uns schon mehrere Leute erzählt wie schön Wellington ist, und was wir dort alles machen müssen.

Am ersten Tag sind wir gleich mit der Cable Car auf eine kleine Aussichtsplattform rauf gefahren. In anderen Städten zahlt man für so eine Attraktion gerne viel Geld. Hier kostet die Cable Car nicht viel mehr als ein öffentlicher Bus. Oben angekommen, hat man eine tolle Aussicht über die Stadt und den Hafen und dann kann man durch den wunderschönen Botanischen Garten wieder zu Fuss Richtung Stadt spazieren. Ein Highlight für wenig Geld, das man sich in Wellington nicht entgehen lassen sollte.


Wir haben auch an einer Tour durch das Neuseeländische Parlamen teil genommen. Da durften wir leider keine Fotos machen, aber es war echt interessant und wir sind um einiges schlauer geworden, wie die Demokratie in Neuseeland so funktioniert.

Am zweiten Tag mussten wir unbedingt ins Nationalmuseum Te Papa. Auch hier ist der Eintritt kostenfrei und was man dort geboten bekommt, ist ein Wahnsinn. Es gibt dort verschiedene Bereiche und jeder Bereich befasst sich mit etwas anderem was wichtig ist für Neuseeland. Es gibt z.B. einen Abschnitt über die Entstehung von NZ und warum es immernoch so viele Erdbeben hier gibt, ein anderer Teil befasst sich mit den Tieren und auch den Meerestieren, da hängt dann auf einmal ein Skelett von einem über 20 Meter langen Blauwal über den Köpfen der Besucher. Es gibt eine Ausstellung über die Besiedelung Neuseelands durch die Menschen und auch über die Maori-Kultur. Darüber hinaus hat das Museum einen riesigen Garten mit einer Höhle und einer Hängebrücke. Wart ihr schon mal in einem Museum mit eigener Hängebrücke? Also wir jetzt ja. Wenn jedes Museum so wäre, dann würden wir wohl öfter einen Museumsbesuch in Erwägung ziehen.


Am Nachmittag sind wir dann noch rauf auf den Stadtberg, Mount Victoria. Auch wenn der Weg rauf mit etwas Schweiß verbunden war, hatten wir dort doch eine tolle Zeit und einen guten Überblick. Auf jeden Fall finden wir diese Stadt sehr interessant und verstehen warum es die Hauptstadt von Neuseeland geworden ist.





Dienstag, 2. Februar 2016

Über die Hälfte unserer Reise ist schon vorbei...

Uns ist gerade klar geworden, dass wir schon über die Hälfte unserer Reise erlebt haben. Wir werden nun sicher ncht anfangen die Tage zu zählen und traurig werden, aber es fühl sich doch etwas eigenartig an.

Eine kleine Zusammenfassung zur Halbzeit

Wir haben wirklich mit einer tollen Stadt, Hong Kong, angefangen und da hat es sich auch noch wie ein normaler Urlaub angefühlt. Wir haben in einem schönen vorgebuchten Hotel gewohnt, sind viel aus Essen gegangen und haben die typischen Touristendinge gemacht. Als wir in Australien ankamen, hat sich das dann geändert. Von da an fühlte es sich dann weniger nach Urlaub, sondern mehr nach Leben in der Ferne an. Und so ging es dann auch hier in Neuseeland weiter.

Auf jeden Fall haben wir uns die Reise so vorgestellt. Bis jetzt haben wir es geschafft in unserem Tagesbudget von 100 Euro pro Person und Tag zu bleiben und wir hoffen das auch weiterhin zu schaffen. Wenn man bedenkt, dass auch hier in Neuseeland das Leben nicht gerade günstig ist und man sich ja auch zwischendurch einen tollen Ausflug oder ähnliches gönnen will, sind wir sehr zufrieden.

Wir hoffen, dass nun auch die zweite Halbzeit unserer Reise viel Spannendes und Schönes für uns bereit hält.

Wohin ging es für uns nach Queenstown?

Im letzten Blog haben wir euch von unserer Zeit in Queenstown berichtet. Aber natürlich hört unsere Rudreise über die Südinsel nicht dort auf, sondern es ging weiter nach Wanaka. Wanaka ist gut eine Stunde von Queenstown entfernt und liegt ebenfalls an einem See. Wir hatten uns icht so viel von diesem kleinen Städtchen erwartet, aber wenn wir ehrlich sind, hat es uns dort besser gefallen, als in Queenstown selbst. Man kann in Wanaka eigentlich alles machen, was auch in Queenstown angeboten wird, aber dennoch ist es dort ewas ruhiger und gemütlicher.

Wir haben uns auch eine kleine Wanderung auf den Mount Iron gegönnt mit einem tollen Ausblick auf den See und die Umgebung. Die Zeit in Wanaka war auch von schönem Wetter geprägt, dass uns bis heute nicht verlassen hat.


Von der Seenlandschaft zu den Gletschern

Von Wanaka aus ging es dann über die Südlichen Alpen nach Franz Josef Village und dem dazugehörigen Gletscher. Auf dem Weg hatten wir einige Pässe zu überqueren, die uns aber mt tollen Aussichten belohnt haben. Vorbei sind wir auch an den Blue Pools gekommen. Das ist eigentlich ein Fluss in den Bergen, der über einen kleinen Fußweg erreichbar ist und das Wasser ist dort so klar, dass man fast meint die Fische darin schwimmen in der Luft. Natürlich nehmen das viele zum Anlass um ein Bad in dem Fluss zu nehmen, was uns aber viel zu kalt war.


Weiter ging es dann an die Westküste und da wieder etwas ins Landesinnere um zu den berühmten Gletschern zu kommen. Berühmt sind die beiden Gletscher, Fox und Franz Josef, da sie bis auf 300 Höhenmeter reichen und die Eisbrocken in den Flüssen fast bis ins Meer tragen. Bei uns gibt es ja auch Gletscher, aber diese findet man nur ganz weit oben auf den Spitzen der Berge. Hier nur wenige Kilometer von der Küste entfernt auf gerade mal 300 Höhenmeter ist schon was besonderes.

Eindrücke von den beiden Gletschern

Durch das gute Wetter konnten wir bei beiden Gletschern eine kurze Wanderung unternehmen und uns die Gletschern aus einer Distanz von wenigen 100 Metern Entfernung anschauen. Was wir auch sehr interessant fanden, ist, dass diese Gletscher fliessen und das sogar mehrere Meter am Tag. Es gab vor einigen Jahren mal einen Unfall mit einem kleinen Flugzeug, das in eine Gletscherspalte gefallen ist. Niemand wurde verletzt, aber es war nicht möglich, das Flugzeug zu bergen, da es so blöd lag. 5 Jahre später, kam das Flugzeug am Gletscherende, ca. 4 km von der Absturzstelle entfernt wieder zum Vorschein.

Hier könnt ihr euch die beiden Gletscher mit den umliegenden Bergen etwas genauer anschauen:



Was uns ebenfalls sehr interessiert hat, sind die Eisbrocken, die noch einige Kilometer von den gletschern entfernt immernoch in den Flüssen treiben. Am Anfang schauen sie aus, als wären es Steine, die schwimmen, aber wenn man genauer hin schaut, sieht man, dass es Eis ist.

Die Zone um die beiden Gletscher ist sehr touristisch und es werden viele Rundflüge mit Helikoptern oder kleinen Flugzeuge angeboten. Auf dem Franz Josef Gletscher kann man sogar mit dem Hubschrauber landen und dort eine Wanderung unternehmen. Daran waren wir nicht so interessiert und leider ist uns dieser Rummel nach zwei Tagen dann auch etwas auf die Nerven gegangen.


Der Arthurs Pass - die Zweite

Von Franz Josef Village ging es dann nochmals kurz an die Westküste nach Hoktika. Das ist ein verschlafener Ort, direkt am Meer mit einem langen Kiesstrand an dem viel Treibholz angeschwemmt wird. Daraus machen die Leute dann interessate Skulpturen oder schreiben auch den Dorfnamen und das wird dann wohl das meist fotografierteste Objekt der gesamten Stadt. So kann es auch gehen.


Nun war es Zeit der Westküste Goodbye zu sagen und nochmals über die Alpen und den Arthur's Pass zu queren. Eine sehr ähnliche Strecke sind wir vor gut 2 Wochn mit dem Tranzalpinezug gefahren. Dieses Mal haben wir die Strecke mit dem Auto gemacht und das Wetter war auf unserer Seite. Man hatte eine tolle Weitsicht und konnte bei fast allen Bergen auch die Spitzen sehen. So hat die zweite Überfahrt nochmals richtig Spass gemacht und wir können die Südinsel nun bald verlassen.