Donnerstag, 11. Februar 2016

Und weiter geht die Entdeckungstour auf der Nordinsel

Wir haben uns nun wieder einen Mietwagen ausgeliehen und haben die Hauptstadt Wellingon verlassen. Die Stadt ist wirklich sehr sehenswert, aber unsere Zeit in Neuseeland ist begrenzt und wir wollen ja noch die Nordinsel erkunden und genauer kennen lernen.

Mietwagen mal anders

Wir haben wie immer nach dem günstigsten Angebot online gesucht für einen Mietwagen mit dem wir in den nächsten 16 Tagen von Wellington nach Auckland fahren können. Wir haben eine kleine etwas unbekannte Firma gefunden, die einen tollen Preis hatten für den kleinsten Mietwagen, der möglich war. Da mussten wir einfach zuschlagen. Als wir dann zur Firma hinfuhren, haben wir gemerkt, dass das Büro ein Motel ist und nirgendwo standen Mietwagen herum. Das kam uns doch etwas merkwürdig vor, aber der Herr war sehr freundlich und meinte, dass der Mietwagen schon vor der Tür steht. Dort stand ein Toyota Wish mit 7 Sitzen und extrem viel Platz. Somit hatten wir diese Mal Glück und haben nicht viel ausgegeben und das kleinste Auto gebucht und einen richtig großen Familienvan bekommen.


Die Westküste rund um Mount Taranaki

Von Wellington aus sind wir natürlich mal als erstes Richtung Norden gefahren um dann weiter an der Westküste entlang zu fahren. Wir haben schnell gemerkt, dass diese Zone nicht ganz so touristisch ist, da es nicht unbedingt auf der Route liegt von vielen Busunternehmen. Aber genau das ist das Tolle mit einem Mietwagen - wir können selbst entscheiden wohin wir fahren und was wir uns anschauen.

Unser erster Stopp war die Ortschaft Whanganui, eine Lebestadt, wo nicht wahnsinnig viele Touristen durchkommen. Im Hostel waren wir in dieser Nacht zu dritt und hatten es richtig ruhig und gemütlich. Da wir schon recht früh in Whanganui angekommen sind, haben wir uns noch eine große Attraktion der Stadt angeschaut - ein Aufzug, der auf eine kleine Anhöhe führt. Der Aufzug wurde vor gut hundert Jahren gebaut, um eine neue Wohnsiedlung auf dem Hügel für die Käufer schmackhaft zu machen. Man muss über 130 Meter durch einen Tunnel gehen und dann noch über 60 Meter mit dem Aufzug rauf fahren und schon ist man auf dem Hügel angekommen. Die Fahrt kostet 2 Dollar und es rüttelt einen richtig durch, aber es war etwas, das man nicht alle Tage sieht.


Ansonsten gibt es in Whanganui alles was man im Alltag benötigt, wie große Supermärkte und andere Geschäfte und auch einige Bars und Restaurants. 


Am Tag darauf ging es für uns dann auch weiter an der Westküste entlang, auf dem Surfer Highway. Dieser führt einen Teil der Küste entlang und bietet einige tolle Ausblicke auf die schöne Küstenabschnitte und Surferstrände. Auch ein kleiner Leuchtturm liegt auf dem Weg.


New Plymouth's Walkway direkt an der Küste

Am Ende dieses Highways liegt die etwas größere Stadt New Plymouth mit einer tollen Promenade für Radfahrer und Spaziergänger. Dieser Walkway geht 13 km entlang der Küste und bietet tolle Aussichten aufs Meer und auch auf einige Strände. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Te Rewa Rewa Brücke, welche vor einigen Jahren gebaut wurde und ein bisschen an ein Walskelett erinnert. Darüber hinaus hat man bei gutem Wetter einen tollen Ausblick auf den Berg Mount Taranaki. Der Berg sieht auf einer Karte wie ein Kreis aus und man merkt schnell, dass es er mal ein Vulkan war, den sonst spitzen sich Berge normalerweise nicht so schnell und gleichförmig zu.

Auf jeden Fall macht der Berg echt was her und wir waren froh, dass Mount Taranaki am zweiten Tag sehr gut sichtbar war, da er sich sonst meist hinter Wolken versteckt.


Forgotten World Highway

Online hatten wir schon über eine Straße gelesen, welche irgendwie durchs Nichts führt und sehr entlegen sein soll, der Forgotten World Highway wird er hier genannt. Übersetzt heißt er die "Vergessene Welt Straße", aber wirklich vergessen ist er nicht, da es doch einige Touristen gibt, die von er Straße angezogen werden wie wir.

Wir hatten schönes Wetter als wir die 150 km gefahren sind und das war auch gut so. Etwa 12 km in der Mitte der Strecke sind gar nicht geteert und da wäre es sicher bei Regen sehr matschig geworden. Das erste Stück der Straße führt von Stratford über einige kleinere Bauerndörfer und ist ganz nett anzuschauhen. Dann fangen die Hügel an und man fährt über vier kleine Sattel drüber. An gewissen Stellen ist die Straße super, aber es gibt auch ein par Abschnitte, wo die Fahrbahn etwas wegrutscht und man dort daher nur einspurig fahren darf. Da merkt man schon, dass die Straße nicht alltäglich ist.

Auf dem halben Weg kommt man nach Whangamomona, eine winzige Ortschaft, welche vor einigen Jahren eine eigenständige Republik ausgerufen hat. Im Hotel der Ortschaft kann man einen Pass für die Republik kaufen und es gib sogar Wahlen und alle zwei Jahre einen Republic Day. Sehr merkwürdig, da die Ortschaft nur von gut 30 Leuten bewohnt wird.

Weiter geht die Fahrt dann durch einen eispurigen Tunnel, der als Hobbit's Hole bezeichnet wird. Und dann führt die Straße durch eine Schlucht und da kommt dann der ungeteerte Teil ins Spiel. Hinter der Schlucht beginnen dann wieder die Schaffarmen und die Straße wird wieder etwas breiter. Wir hatten auf der Durchfahrt viel Spass und haben einiges erlebt.



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