Wir haben nochmals kurz Halt in Christchurch gemacht um dort den Mietwagen zu tauschen und haben uns dann mit einem neuen Gefährt gleich weiter Richtung Norden gemacht.
Kaikoura - ein Wal hat sich gezeigt
Eine Nacht haben wir an der Ostküste in Kaikoura verbracht. Die Gegend rund um Kaikoura ist dafür bekannt, dass man dort sehr oft Wale beobachten kann. Am Tag als wir angekommen sind, hatten wir tolles Wetter und somit haben wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages noch ausgenützt um einen Spaziergang an der Küste zu machen und wir sind mit tollen Eindrücken und auch tollen Fotos belohnt worden.
Für den darauf folgenden Tag hatten wir am Vormittag eine Tour gebucht um Wale zu sehen. Da wir in Australien immer zur falschen Zeit am falschen Ort waren und die Wale nie sehen konnten, waren wir überglücklich, dass man in Kaikoura ganzjährig Pottwale sehen kann. Leider war das Wetter an diesem Morgen nicht ganz so gut, aber unsere Tour wurde durchgeführt und somit ging es mit einem Boot und ca 50 Personen schnurstracks raus aufs Meer. Da die Pottwale meist nur in Gewässer zu finden sind die über 1000 Meter tief sind, hat das eine gute halbe Stunde gedauert. Und dann hieß es Warten und schauen ob sich ein Wal zeigt. Da die Pottwale ca. 45 Minuten in tiefem Gewässer jagen und nur zum Luft holen nach oben kommen, gehört auch ein bisschen Glück dazu.
Und nachdem wir noch ein Stück weiter gefahren sind, tauchte ein Wal dann auch auf. Wir konnten ihm gut 5 Minuten beim ein- und ausatmen zuschauen und dann ist er wieder zum Jagen abgetaucht. Da hat er uns dann noch richtig schön die Schwanzflosse gezeigt. Das Tier war laut Crew ca. 17 Meter lang und um die 30 Jahre alt. Auf jeden Fall waren wir wirklich beeindruckt und haben uns sehr gefreut, dass wir so einen Giganten mal live sehen durften.
Weiter geht es Richtung Fährhafen Picton
Auf dem Weg zum Fährhafen nach Picton haben wir noch eine Nacht in Anakiwa verbracht, knapp 1 Stunde von Picton entfernt, und das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Anakiwa ist ein winziges Nest und hat nichtmal ein Geschäft. Es liegt aber direkt an einem Fjord und das Wasser dort ist einfach traumhaft. Wir hatten dort eine kleine Pension gebucht und als wir dort am Nachmittag ankamen, durften wir noch eine Runde mit einem Kayak machen und die Gegend erkunden. Das hat riesigen Spass gemacht und wir haben viele Muscheln und auch ein paar merkwürdige Vögel gesehen. Beim Abendessen konnten wir noch den Sonnenuntergang beobachten und wie es langsam dunkel wurde.
Am nächsten Morgen sind wir dann noch ein Stück vom Queen Charlotte Track gewandert, der gut 4 - 5 Tage durch die Wildniss führt. Das könnte unser nächster Urlaub sein, wer weiß... Wundervoll war auf jeden Fall dieser tolle Ausblick über die Bucht und das ruhige Wasser im Fjord.
In Picton angekommen, ging dann alles recht schnell. Wir habe den Mietwagen abgegeben und sind dann gleich zur Fähre gebracht worden. Dort haben wir dann unsere Rucksäcke noch aufgegeben und noch schnell was gegessen und schon war der Abschied von der Südinsel gekommen.
Eine Schiffsfahrt wie aus dem Bilderbuch
Auch an diesem Tag war uns das Wetter gnädig und wir hatten auf der Fähre sehr viel Sonne und nicht extrem starken Wind. Die Fähre braucht gut 3,5 Stunden von Picton nach Wellington und der erste Abschnitt führt durch einen Fjord aufs offene Meer hinaus. Die Strecke soll wei schlechtem Wetter und rauem Seegang nicht gerade spassig sei, aber für uns war es wie eine Panorama-Fahrt mit einer Fähre.
Das Wasser hat in den unterschiedlichsten Blautönen geschimmert und die umliegenden Hügeln und kleinen Inseln haben mit tollen kleinen und versteckten Stränden gelockt. Wir hoffen unsere Bilder können euch dieses Gefühl ein bisschen vermitteln.
Wellington - kleine Hauptstadt Neuseelands
Angekommen auf der Nordinsel, hat uns der Hafen von Wellington, die Hauptstadt Neuseelands, gleich begrüßt. Schon vom Schiff aus konnte man sich ein gutes Bild über die hügelige Stadt machen und die Vorfreude wurde größer. Schon einige Tage zuvor hatten uns schon mehrere Leute erzählt wie schön Wellington ist, und was wir dort alles machen müssen.
Am ersten Tag sind wir gleich mit der Cable Car auf eine kleine Aussichtsplattform rauf gefahren. In anderen Städten zahlt man für so eine Attraktion gerne viel Geld. Hier kostet die Cable Car nicht viel mehr als ein öffentlicher Bus. Oben angekommen, hat man eine tolle Aussicht über die Stadt und den Hafen und dann kann man durch den wunderschönen Botanischen Garten wieder zu Fuss Richtung Stadt spazieren. Ein Highlight für wenig Geld, das man sich in Wellington nicht entgehen lassen sollte.
Wir haben auch an einer Tour durch das Neuseeländische Parlamen teil genommen. Da durften wir leider keine Fotos machen, aber es war echt interessant und wir sind um einiges schlauer geworden, wie die Demokratie in Neuseeland so funktioniert.
Am zweiten Tag mussten wir unbedingt ins Nationalmuseum Te Papa. Auch hier ist der Eintritt kostenfrei und was man dort geboten bekommt, ist ein Wahnsinn. Es gibt dort verschiedene Bereiche und jeder Bereich befasst sich mit etwas anderem was wichtig ist für Neuseeland. Es gibt z.B. einen Abschnitt über die Entstehung von NZ und warum es immernoch so viele Erdbeben hier gibt, ein anderer Teil befasst sich mit den Tieren und auch den Meerestieren, da hängt dann auf einmal ein Skelett von einem über 20 Meter langen Blauwal über den Köpfen der Besucher. Es gibt eine Ausstellung über die Besiedelung Neuseelands durch die Menschen und auch über die Maori-Kultur. Darüber hinaus hat das Museum einen riesigen Garten mit einer Höhle und einer Hängebrücke. Wart ihr schon mal in einem Museum mit eigener Hängebrücke? Also wir jetzt ja. Wenn jedes Museum so wäre, dann würden wir wohl öfter einen Museumsbesuch in Erwägung ziehen.
Am Nachmittag sind wir dann noch rauf auf den Stadtberg, Mount Victoria. Auch wenn der Weg rauf mit etwas Schweiß verbunden war, hatten wir dort doch eine tolle Zeit und einen guten Überblick. Auf jeden Fall finden wir diese Stadt sehr interessant und verstehen warum es die Hauptstadt von Neuseeland geworden ist.
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