Wir sitzen gerade im Flieger von Neuseeland nach Hawaii und sind schon ganz gespannt auf unser für uns noch unbekanntes Ziel. Wir müssen aber auch auf einige tolle Tage in und um Auckland zurück schauen und möchten euch davon berichten.
Auf dem Weg Richtung Stadt
Wir hatten Auckland ja schon durchfahren um Richtung Norden zu gelangen, aber an dem Tag hatten wir leider sehr viel Regen und somit haben wir uns für den gleichen Rückweg entschieden, um die selben Zonen nochmals mit Sonnenschein zu sehen. Wir müssen euch sagen, dass das einen extremen Unterschied ausmacht. Wir haben einen tollen Wasserfall in Whangarei entdeckt und haben uns einige extrem schöne Strände angeschaut. Mit Regen sah das alles nicht so ansprechend aus. Sogar ein paar Stunden am Strand sind sich auf dem Rückweg ausgegangen.
Auckland - die einzige wahre Großstadt Neuseelands
Wir haben unseren "kleinen" Toyota Wish dann in Auckland zurück gegeben um uns noch 3 Tage lang mit der Stadt Auckland zu beschäftigen. Wir hatten schon sehr viel von der Stadt gehört und wenn wir ehrlich sind nicht immer Gutes. Viele meinten, dass die Stadt nichts besonderes ist und mit einem Tag mehr als genug Zeit kalkuliert sei. Uns kam das schon recht merkwürdig vor, da ja ein Drittel der gesamten Bevölkerung von ganz Neuseeland in Auckland lebt und die würden doch nicht alle irgendwo leben, wo es nicht schön ist, oder? Darüber lässt sich wahrscheinlich streiten und Geschmäcker sind verschieden.
Uns hat es auf jeden Fall gut in Auckland gefallen und wir konnten noch einige tolle Eindrücke von Neuseeland sammeln. Ganz sicher ist, dass Auckland die einzige Großstadt Neuseelands ist, da die Hauptstadt Wellington und auch Christchurch viel kleiner sind. Typisch für eine Großstadt ist das Verkehrsproblem, das diese Stadt hat und das ist wirklich enorm. Ein Beispiel ist, dass es vom Airport bis ins Stadtzentrum keine wirkliche Autobahn oder Umfahrung gibt. Der gesamte Verkehr schleusst sich durch Wohngebiete und normale Stadtstraßen. Ebenfalls ein großes Problem ist, dass der gesamte Verkehr der Richtung Norden ins Northland will, die gesamte Stadt queren muss und über die Harbour Bridge fährt. Die Brücke wurde schon erweitert und bietet 4 Spuren in jede Richtung, aber immer noch gibt es dort meist nur Stau zu sehen. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind anscheinend nicht sehr gut, da die Stadt keine U-Bahn oder Tram hat und alles mit Bussen gemacht werden muss. In einigen Jahren soll eine U-Bahn gebaut werden, mal schauen ob das klappt.
Die Großstadt bietet auch andere Ausblicke
Eine andere Seite von Auckland sieht man dann in den vielen Parks. Jeder der Parks ist auf einem kleinen Hügel und wenn man genauer hin sieht, dann sind die Hügel alle erloschene Vulkane. Einer der Vulkane direkt im Zentrum soll sogar noch aktiv sein und im Moment nur schlafen. Es wird spekuliert, dass er in ein paar hundert Jahren wieder ausbricht. Wir haben uns die Zeit genommen und sind auf den Mount Eden rauf spaziert und dort hat man nicht nur eine tolle Aussicht auf die Stadt und den Hafen, sondern kann auch erahnen wie der Vulkan mit seinem Krater früher ausgesehen haben muss.
Einen tollen Ausblick hatten wir auch vom Auckland Skytower, dem höchsten Gebäude der südlichen Hemisphäre. Es wird zwar ein bisschen mit Melbourne gestritten, da diese sagen, dass der Eureca-Tower dort noch höher ist, aber das machte für uns keinen Unterschied. Der Turm steht im Zentrum von Auckland und ist von fast überall zu sehen. Er ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden und deswegen mussten wir da gleich am ersten Tag rauf. Wir denken, die Bilder sprechen für sich und diese Aussicht hätten wir uns nie im Leben entgehen lassen wollen.
Auch in Auckland haben wir an einer Free City Walking Tour teilgenommen und haben somit in gut 3 Stunden die wichtigsten Zonen der Stadt gesehen und viel Interessantes erklärt bekommen. Wir finden diese Touren immer gut, da es meist junge lokale Leute sind, die die Führung auf eine unterhaltsame und humorvolle Weise machen und dann gibt man am Ende auch gerne ein Trinkgeld, davon leben diese Touren ja.
Auckland hat den Spitznamen - Stadt der Segel
Da es im Hafen von Auckland extrem viele private Segelschiffe gibt und die Stadt auch daher ihren Spitznamen bekommen hat, mussten auch wir durch den Hafen von Auckland segeln. Gesagt = getan! Wir haben uns eine kleine Tour auf einem Segelschiff gebucht und sind dabei gut 1,5 Stunden durch den Hafen und unter der Harbour Bridge hindurch gesegelt. Wir waren sicher nicht das schnellste Boot auf dem Wasser, aber wir hatten tolle Ausblicke, schönes Wetter und Ivan ist durch ein paar Wellen sogar nass geworden.
Unser Skipper hat uns auch noch ein paar "Spielzeuge" der Reichen im Hafen gezeigt und auch etwas über die Preise für solche Schiffe informiert. Es ist wohl genug gesagt, dass wir normalen Menschen uns diese Schiffe nie im Leben leisten könnten. Dennoch war es ein tolles Erlebnis in der Stadt der Segel mit einem Segelschiff unterwegs zu sein.
Zweimal die selbe Nacht gebucht
Nun noch eine kleine Verwirrung am Schluss. Wir mussten für das selbe Datum zwei Hotels buchen in zwei unterschiedlichen Orten. Ihr denkt euch jetzt sicher, die beide spinnen ja, aber das ist richtig so. Wir sind in Auckland gegen 11.00 Uhr vormittags am 27. Februar gestartet. Somit haben wir die Nacht von 26. auf 27. in einem Hostel in Auckland verbracht. Ankommen werden wir gegen 21.00 Uhr am Abend am 26. Februar in Honolulu auf Hawaii und dort mussten wir somit auch wieder ein Hotel von 26. auf den 27. Februar buchen. Komisch, oder?
Das ist so weil wir auf unserem Flug über den Pazifik die Datumsgrenze überqueren, das ist eine imaginäre Linie, wie die übrigen Zeitzonen, jedoch muss man hier die Uhr nicht um eine Stunde, sondern um einen ganzen Tag zurück stellen. Das ist so, weil die Uhrzeit ja von Greenwich bei London ausgeht und wenn man Richtung Osten fliegt muss die Uhr voraus gestellt werden und wenn man Richtung Westen fliegt zurück. Somit waren wir euch in Neuseeland immer 12 Stunden voraus und auf Hawaii sind wir auf einmal 11 Stunden hinter der Südtiroler Zeit. Irgendwo auf der Welt musste diese Datumsgrenze gezogen werden und da eignet sich der Pazifik, wo fast kein Mensch lebt richtig gut.
Viele Leute meinen wir bekommen somit auf unserer Reise einen Tag geschenkt, aber das ist nicht wirklich so, da wir ja auf unserem Weg nach Neuseeland die Uhr immer wieder nach vorne stellen mussten und auf unserer weiteren Reise noch müssen, haben wir immer die selbe Zeit zur Verfügung wie alle anderen auf dieser Welt.
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