Dienstag, 23. Februar 2016

Northland - Sonne, Strand und gutes Wetter!

Da wir ja nun in einigen Tagen weiter von Auckland nach Hawaii fliegen, haben wir uns den nördlichsten Teil von Neuseeland für das Ende unserer Zeit in diesem Land aufgespart. Und man kann wirklich sagen, dass das keine blöde Idee war. Als wir durch Auckland hier rauf gefahren sind, hat es geschüttet wie verrückt. Viele kleine Bäche sahen aus, wie große Flüsse und die Kühe standen auf den Weiden teilweise mit den Füssen im Wasser. Da wussten wir noch nicht, wie schön das Wetter an den darauf folgenden Tagen werden wird.

Eines der schönsten Erlebnisse in der Bay of Islands

Wir hatten schon im Voraus gelesen, dass es in der Bay of Islands, ein Küstenabschnitt bei Paihia im Northland, ein Hausboot gibt, auf dem man für eine Nacht bleiben kann. Normalerweise machen wir keine Werbung hier in unserem Blog, aber diese Tour war einfach unglaublich. Das Hausboot heißt The Rock Overnight Cruise und bietet bis zu 36 Betten. Als wir dort waren, waren auf dem Schiff 11 Gäste mit uns und 5 Besatzungsmitglieder. Das war einfach super. So hatten wir alle extrem viel Platz und es war super gemütlich.


Los ging es um 5 Uhr abends im Hafen von Paihia. Das Schiff ist eine umgebaute Autofähre und da es auf See sehr schwierig zu lenken ist, sind wir sehr oft Schlangenlinien gefahren, aber das macht nichts, da das Schiff sowieso nicht schneller als 5 Knoten fahren kann. Wir sind dann ein Stück raus gefahren und in einer Bucht haben wir uns beim Angeln versucht. Wir haben zusammen sicher 10 Fische gefangen, aber alle bis auf einen waren zu klein und durften daher wieder zurück ins Meer. Die hatten wirklich Glück. Ein Fisch war groß genug und wurde vom Käptain sofort zu Sushi verarbeitet. Das hat so frisch einfach herrlich geschmeckt.

Danach gab es Abendessen und das genau bei Sonnenuntergang. Schöner hätte es nicht sein können. Als es dann ganz dunkel war, sind wir raus aufs Wasser zum Nacht-kayaken. Im Wasser rund um die Bay of Islands gibt es so fluoreszierende Einzeller und wenn man das Wasser mit der Hand oder dem Paddel bewegt, dann fangen diese an zu leuchten und es schaut aus, als wären kleine Funken im Wasser. Wir hatten so etwas noch nie gesehen und auch noch nie davon gehört, daher könnt ihr euch vorstellen, wie überrascht wir waren.

Danach konnten wir noch im Dunkeln schwimmen gehen. Ich (Franzi) habe die Gelegenheit wahrgenommen und bin wirklich ins Wasser rein. Ivan war ganz überrascht, aber er konnte sich nicht dazu durchringen. Es war aber dann auch schnell etwas frisch und ich bin dann gerne wieder aufs Schiff und habe mich vor dem Kaminofen gewärmt. Ja, ihr habt richtig gelesen. Auf dem Hausboot gibt es auch einen richtigen Holzofen!!!

Die Nacht war richtig ruhig und wir haben super geschlafen und am Morgen gab es noch einen tollen Sonnenaufgang. Am Vormittag stand dann schnorcheln auf dem Plan und wir haben eine der über 140 Inseln in der Bay of Islands mit dem Kayak angesteuert und sind auch bis auf die kleine Spitze gewandert. Der Ausblick von dort war sensationell.



Danach ging es mit dem Schiff wieder in den Hafen von Paihia. Auf dem Rückweg haben wir dann noch eine große Gruppe von Delfinen aus der Ferne beobachten dürfen. Auf dieser Tour folgte für uns ein Highlight aufs nächste und wir waren traurig, dass die Tour nicht länger gedauert hat. Wir hatten aber auch sehr viel Glück mit dem Wetter. Die Tour in der Nacht zuvor war voll gebucht und es hat extrem geregnet und es gab auch hohe Wellen.


Waitangi Treaty Ground

Damit ihr nicht glaubt, dass wir uns hier in Paihia nur die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, haben wir auch was Kulturelles gemacht. Hier oben im Northland, befindet sich die Geburtstätte von Neuseeland. Hier kam Käptain Cook und auch die ersten Siedler der Maori an Land und genau hier in Waitangi wurde ein Vertrag zwischen Maori und Siedlern unterschrieben und somit Neuseeland gegründet.

Hier könnten wir euch natürlich sehr viel über die Geschichte und den genauen Ablauf erzählen. Wie alles Zustande kam und wer beteiligt war, aber ich glaube, das interessiert euch nicht so wirklich. Auf jeden Fall kann man sehen, dass die Maori sich besser mit der Situation der Besiedlung durch die Europäer zurecht gefunden haben, als die Aboriginies in Australien. Die Maori Kultur ist hier im Norden noch sehr spürbar und das ist auch gut so. Auch wenn sich die Siedler nicht immer an den Vertrag gehalten haben, war es den Maori doch möglich ihre Kultur zu erhalten.


Das erste Mal golfen nach über 3 Monaten

Es war nun auch endlich mal soweit, dass wir hier in Neuseeland golfen gegangen sind. In Waitangi haben wir einen Golfplatz gefunden, der nicht extrem teuer war und einen tollen Ausblick über die Küste und die Bay of Islands bietet. Diese Gelegenheit konnten wir uns nicht entgehen lassen. So haben wir uns Schläger ausgeliehen und haben einmal 18-Loch gespielt. Am Anfang hat man gemerkt, dass die Übung fehlt, aber es hat doch riesigen Spass gemacht und so einen Ausblick beim Golfen findet man bei uns bzw. in ganz Europa nur sehr schwer.

Gewonnen hat die Partie dann bis zum Ende Ivan, aber wir hatten um keinen Einsatz gespielt, daher war das nicht schlimm.


Bis zum nördlichsten Punkt von Neuseeland, dem Cape Reinga

Am nächsten Tag sind wir dann weiter bis zum nördlichsten Punkt, dem Cape Reinga. Von der Bay of Islands ist das nochmals gut 3,5 Stunden Autofahrt, dass ihr euch die Strecken etwas besser vorstellen könnt. Das Cape Reinga ist für die Maori ein heiliger Ort, da in ihrer Kultur die verstorbenen Seelen hier her kommen und von hier die Reise in das Land der Toten antreten. Daher darf man auf dem Cape nichts essen oder trinken. Später wurde auf dem Cape ein Leuchtturm aufgestellt, um den Schiffen den Weg zu zeigen. Heute ist es ein Ort, den man gut besichtigen kann und wo es sehr schön ist. Man hat einen tollen Ausblick auf das Meer und kann fast sehen, wie die Tasmanische See und der Pazifik aufeinander treffen.


Te Paki Sanddünen und der 90-Mile-Beach

Ein paar Kilometer südlich von Cape Reinga etwas abseits der Hauptstraße könnte man auf einmal meinen, man ist in der Wüste. Dort findet man die Te Paki Sanddünen.  Die Dünen fangen plötzlich hinter einer Kurve an und sind extrem hoch. Nachdem man ein Stück gegangen ist, kann man verstehen, wie einfach es ist sich in der Wüste zu verirren, da man weder zurück zum Parkplatz sieht, noch weiter nach vorne zum Strand. Da die Dünen auch sehr steil sind, kann man am Parkplatz kleine Surfboards ausleihen und mit diesen dann die Sanddünen runter surfen. Wir hatten das schon mal in Australien gemacht und daher haben wir es dieses mal nicht ausprobiert. Aber man konnte sehen, dass es vielen richtig Spass gemacht hat.


Diese Dünen sind auch der nördliche Startpunkt des 90-Meilen-Strandes. Der Strand ist in Wahrheit nur gut 80 km lang, aber das wirklich interessante an diesem Strand ist, dass er bei Ebbe zu einer kleinen Autobahn wird. Jeder darf, wenn er glaubt, dass sein PKW das aushält, auf diesem Strand fahren. Es wird empfohlen, nur mit Vierradantrieb auf dem Strand zu fahren, aber wir haben auch ein paar andere Fahrzeuge dort gesehen. Es gibt auch Bustouren, die einen großen Stück an dem Strand entlang fahren. Wir haben uns nicht getraut, mit unserem Toyota Wish an den Strand zu gehen, aber mit einem passenderen Auto wären auch wir sicher dabei gewesen.


Nun geben wir unseren Mietwagen bald in Auckland ab und dann heißt es auch schon Abschied nehmen von Neuseeland.

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