Heute möchten wir als erstes die Gelegenheit nutzen und euch allen Frohe Ostern wünschen. Hier wird Ostern auch richtig gefeiert und überall kann man Ostereier und auch Geschenke für die Kleinen kaufen. In einem Einkaufszentrum in Oklahoma City haben wir heute auch den Osterhasen gesehen und man konnte mit ihm Fotos machen. Wir hoffen ihr habt ein paar schöne Feiertage und das der Osterhase auch bei euch vorbei schaut.
Santa Fe - die Hauptstadt von New Mexico
Wir haben wieder einen kleinen Umweg genommen und haben uns die Hauptstadt von New Mexico, Santa Fe angeschaut. Das diese Stadt auf über 2000 Höhenmeter liegt, konnten wir zu Beginn gar nicht glauben. Als wir aber aus dem Auto ausgestiegen sind und uns ein richtig kalter Wind entgegen gekommen ist, war es schon verständlicher.
Die Stadt selbst ist eine sehr untypische amerikanische Stadt, da es kein Zentrum mit Hochhäusern oder ähnlichem gibt. Die gesamte Stadt ist in einem sehr mexikanischen Pueblo-Baustil errichtet und auch die neuen Häuser müssen wieder in diesem Stil gebaut werden. Die Gebäude sind alle nicht sehr hoch, meist nur 1 oder 2 Stockwerke, man sieht herausragende Holzstämme an den Fassaden und alle Kanten sind abgerundet. Die Grundfarbe ist beige oder braun und es sieht sehr gemütlich von außen aus. Uns hat dieser Baustil auf jeden Fall gut gefallen und dass es möglich ist eine Hauptstadt so zu bauen, finden wir nicht schlecht. Santa Fe ist seiner Tradition treu geblieben.
Kleiner Zwischenstopp in Madrid
Wusstet ihr dass es auch hier in New Mexico eine Stadt namens Madrid gibt? Wir sind durch dieses Städtchen auf unserem Weg nach Santa Fe durchgekommen und haben herausgefunden, dass hier ein Teil eines Films gedreht wurden. Den könnte vielleicht der ein oder andere kennen, da er noch nicht so alt ist. In der Komödie "Born to be wild - Saumäßig" geht es um vier Männer, die eine kleine Midlife-Krise haben und daher mit dem Motorrad quer durchs Land fahren und Stress mit einer Motorradgang bekommen. Die bekanntesten Schauspieler darin sind John Travolta und Tim Allen. Auf jeden Fall kommen die auch nach Madrid und einige Szenen wurden auch hier gedreht.
Für uns war es eine nette Abwechslung und wir konnten uns dort ein bisschen die Beine vertreten. Das Städtchen hat einige nette kleine Geschäfte zu bieten und ein paar kleine Cafes oder Diner, dann ist aber auch Schluss. Mit dem Auto ist man in 2 Minuten einmal durchgefahren.
Nächster Halt - Santa Rosa, New Mexico
Unser nächster Stopp war Santa Rosa, wieder auf der ursprünglichen Route 66. Santa Rosa ist leider keine große Attraktion mehr und viele Häuser sahen verlassen aus. Trotzdem gibt es wieder eine Kuriosität über dieses Dorf zu erzählen. In Santa Rosa, New Mexico, kann man TAUCHEN. Es gibt dort ein Wasserloch, das Blue Hole, wo eine natürliche Quelle sehr viel Wasser an die Oberfläche befördert und in diesem Loch soll es sehr schön sein zu tauchen. Wir haben uns dieses Blue Hole angeschaut und das Wasser war wirklich extrem klar und ein paar Fische konnten wir von der Oberfläche auch sehen. Wie viel es dann wirklich unter Wasser zu sehen gibt, das können wir nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist es sehr merkwürdig, dass man hier fast in der Wüste einfach mal tauchen gehen kann.
Ansonsten gibt es noch ein Auto-Museum in Santa Rosa, das wir auch besucht haben. Dort sind gut 40 Autos aus der Zeit der Route 66 ausgestellt und da waren wirklich ein paar sehr schöne Exemplare dabei. Einige davo waren richtig schön restauriert und in Top-Zustand. Schade, dass diese Autos nur sehr selten in Europa zu sehen sind.
Unser letzter Halt in New Mexico war Tucumcari
Ähnlich wie Santa Rosa haben wir hier einige geschlossene und verlassene Häuser vorgefunden. Dennoch hat die Stadt eine Besonderheit - die Wandgemälde, die man überall auf den Häusern findet. Wir haben uns beim Infocenter eine Karte der Wandgemälde geholt und sind dann eines nach dem anderen überall in der Stadt suchen gegangen. Un wurde erklärt, dass fast alle Bilder von einem Künstlerpaar gemalen wurden, welche sehr viel Wert auf Details gelegt wurden und das stimmt auch. Wenn man vor den Hauswänden steht und genau hinschaut, sieht man sehr viele kleine Details, die man von Weiten gar nicht sehen kann.
Die Hälfte der Strecke ist geschafft
In Adrian, kurz hinter der Texanischen Grenze, haben wir dann den Punkt passiert, der die Hälfte der Strecke markiert. Das mussten wir natürlich mit ein paar Fotos dokumentieren und auch feiern. Dort gibt es auch einen richtig süssen Diner, der aber leider gerade umgebaut wurde.
In Texas ist alles viel größer
Obwohl der Staat Texas einer der größten Staaten der USA ist, haben wir nur einmal in Texas übernachtet. Die Route 66 hat Texas ganz im Norden durchquert und da ist der Staat nicht so breit. Dennoch hatten wir eine tolle Nacht in Amarillo, wo sich immer noch sehr viel um Cowboys und ihren Pferden dreht.
Obwohl wir nur eine Nacht hier waren, mussten wir ein Steak in Texas essen. Uns wurde gesagt, dass in Texas alles etwas größer ist und das gilt auch für die Steaks. Das bekannteste Steakhaus in Amarillo ist die Big Texan Steak Ranch, wo es das wohl größte Steak der Welt gibt. Man kann sich der Herausforderung stellen und wenn man das 72 oz. Steak mit Beilagen in einer Stunde alleine Essen kann, dann bekommt man das gesamte Essen gratis. Umgerechnet ist das ein über 2 kg schweres Steak und sehr viele Beilagen. An diesem Abend hat es leider niemand versucht. Wir hätten gerne zugeschaut.
Wir haben uns dann doch lieber zusammen ein 21 oz. Steak gegönnt, das ist umgerechnet auch über ein halbes kilo Fleisch. Es war auf dem Punkt gebraten und die Beilagen waren auch super. Umgerechnet haben wir zusammen 40 Euro gezahlt und das war für dieses Essen wirklich sehr, sehr wenig. Also wenn jemand mal ein richtiges Steak essen will, dann ist Texas sicher die richtige Zone.
Einige Meilensteine der heutigen Route 66
Wir sind in den letzten Tagen auch bei einigen Must-See Punkten der heutige Route 66 vorbei gekommen. Einer davon ist die Cadillac-Ranch, eine Wiese neben der heutigen Autobahn, wo ein reicher Künstler 10 Cadillacs halb vergraben hat lassen. Heute sieht man noch 10 sehr rostige Autos halb aus dem Boden ragen und jeder ist eingeladen sich mit Spraydosen auf den Wracks zu verewigen.
Ebenfalls sehr interessant ist ein riesiges Kreuz direkt neben der Autobahn. Rund um das riesige Kreuz, das man schon von einiger Entfernung sieht, ist ei Kreuzweg mit lebensgroßen Figuren. Da wir genau am Karfreitag dort vorbei gekommen sind, war es eine tolle Gelegenheit, sich die Bedeutung von Ostern nochmals in Erinnerung zu rufen.
Ein paar Kilometer weiter haben wir noch eine tolle Tankstelle gefunden, die noch genau wie vor 70 Jahren ausschaut und auch sehr gut erhalten wurde. Heute ist es ein Infocenter, aber der Baustil ist sehr schön und auf jeden fall einen Stopp wert.
Auf dem Weg haben wir noch ein altes Eisenwarengeschäft entdeckt. Anscheinend haben die Besitzer das Geschäft vor vielen Jahren von einem Tag auf den anderen geschlossen und sind weg gezogen und seit diesem Tag war niemand mehr im Geschäft und alles sieht noch so aus wie in den 1960iger Jahren. Man kann durch die Auslage in den Laden rein schauen und fühlt sich wie in eine andere Zeit zurück versetzt. Unglaublich.
Für uns sehr interessant, sind auch die verschiedenen Route 66 Museen, die hier überall auf der Strecke liegen. Wir hatten zu Beginn Angst, dass alle diese Museen nur die gleichen Sachen ausgestellt haben, aber jedes Museum präsentiert sich etwas anders und berichtet über andere Begebenheiten. Auch von außen sind diese gebäude immer sehr interessant wie das National Route 66 Museum in Elk City oder auch das Route 66 Museum in Clinton.
Oklahoma City - noch eine Hauptstadt auf unserem Weg
Heute sind wir in Oklahoma City angekommen, was die Hauptstadt vom Staat Oklahoma ist. Wir haben uns einen tollen Stadtteil namens Bricktown angeschaut un durften sogar bei einem Baseballspiel zuschauen. Das war für uns ein kleines Highlight, da die Amerikaner sehr stolz auf ihre Sportarten sind und das hat man heute richtig gemerkt.