Sonntag, 27. März 2016

Über die Hälfte der Strecke ist geschafft!

Heute möchten wir als erstes die Gelegenheit nutzen und euch allen Frohe Ostern wünschen. Hier wird Ostern auch richtig gefeiert und überall kann man Ostereier und auch Geschenke für die Kleinen kaufen. In einem Einkaufszentrum in Oklahoma City haben wir heute auch den Osterhasen gesehen und man konnte mit ihm Fotos machen. Wir hoffen ihr habt ein paar schöne Feiertage und das der Osterhase auch bei euch vorbei schaut.


Santa Fe - die Hauptstadt von New Mexico

Wir haben wieder einen kleinen Umweg genommen und haben uns die Hauptstadt von New Mexico, Santa Fe angeschaut. Das diese Stadt auf über 2000 Höhenmeter liegt, konnten wir zu Beginn gar nicht glauben. Als wir aber aus dem Auto ausgestiegen sind und uns ein richtig kalter Wind entgegen gekommen ist, war es schon verständlicher.

Die Stadt selbst ist eine sehr untypische amerikanische Stadt, da es kein Zentrum mit Hochhäusern oder ähnlichem gibt. Die gesamte Stadt ist in einem sehr mexikanischen Pueblo-Baustil errichtet und auch die neuen Häuser müssen wieder in diesem Stil gebaut werden. Die Gebäude sind alle nicht sehr hoch, meist nur 1 oder 2 Stockwerke, man sieht herausragende Holzstämme an den Fassaden und alle Kanten sind abgerundet. Die Grundfarbe ist beige oder braun und es sieht sehr gemütlich von außen aus. Uns hat dieser Baustil auf jeden Fall gut gefallen und dass es möglich ist eine Hauptstadt so zu bauen, finden wir nicht schlecht. Santa Fe ist seiner Tradition treu geblieben.


Kleiner Zwischenstopp in Madrid

Wusstet ihr dass es auch hier in New Mexico eine Stadt namens Madrid gibt? Wir sind durch dieses Städtchen auf unserem Weg nach Santa Fe durchgekommen und haben herausgefunden, dass hier ein Teil eines Films gedreht wurden. Den könnte vielleicht der ein oder andere kennen, da er noch nicht so alt ist. In der Komödie "Born to be wild - Saumäßig" geht es um vier Männer, die eine kleine Midlife-Krise haben und daher mit dem Motorrad quer durchs Land fahren und Stress mit einer Motorradgang bekommen. Die bekanntesten Schauspieler darin sind John Travolta und Tim Allen. Auf jeden Fall kommen die auch nach Madrid und einige Szenen wurden auch hier gedreht.


Für uns war es eine nette Abwechslung und wir konnten uns dort ein bisschen die Beine vertreten. Das Städtchen hat einige nette kleine Geschäfte zu bieten und ein paar kleine Cafes oder Diner, dann ist aber auch Schluss. Mit dem Auto ist man in 2 Minuten einmal durchgefahren.

Nächster Halt - Santa Rosa, New Mexico

Unser nächster Stopp war Santa Rosa, wieder auf der ursprünglichen Route 66. Santa Rosa ist leider keine große  Attraktion mehr und viele Häuser sahen verlassen aus. Trotzdem gibt es wieder eine Kuriosität über dieses Dorf zu erzählen. In Santa Rosa, New Mexico, kann man TAUCHEN. Es gibt dort ein Wasserloch, das Blue Hole, wo eine natürliche Quelle sehr viel Wasser an die Oberfläche befördert und in diesem Loch soll es sehr schön sein zu tauchen. Wir haben uns dieses Blue Hole angeschaut und das Wasser war wirklich extrem klar und ein paar Fische konnten wir von der Oberfläche auch sehen. Wie viel es dann wirklich unter Wasser zu sehen gibt, das können wir nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist es sehr merkwürdig, dass man hier fast in der Wüste einfach mal tauchen gehen kann.


Ansonsten gibt es noch ein Auto-Museum in Santa Rosa, das wir auch besucht haben. Dort sind gut 40 Autos aus der Zeit der Route 66 ausgestellt und da waren wirklich ein paar sehr schöne Exemplare dabei. Einige davo waren richtig schön restauriert und in Top-Zustand. Schade, dass diese Autos nur sehr selten in Europa zu sehen sind.


Unser letzter Halt in New Mexico war Tucumcari

Ähnlich wie Santa Rosa haben wir hier einige geschlossene und verlassene Häuser vorgefunden. Dennoch hat die Stadt eine Besonderheit - die Wandgemälde, die man überall auf den Häusern findet. Wir haben uns beim Infocenter eine Karte der Wandgemälde geholt und sind dann eines nach dem anderen überall in der Stadt suchen gegangen. Un wurde erklärt, dass fast alle Bilder von einem Künstlerpaar gemalen wurden, welche sehr viel Wert auf Details gelegt wurden und das stimmt auch. Wenn man vor den Hauswänden steht und genau hinschaut, sieht man sehr viele kleine Details, die man von Weiten gar nicht sehen kann.


Die Hälfte der Strecke ist geschafft

In Adrian, kurz hinter der Texanischen Grenze, haben wir dann den Punkt passiert, der die Hälfte der Strecke markiert. Das mussten wir natürlich mit ein paar Fotos dokumentieren und auch feiern. Dort gibt es auch einen richtig süssen Diner, der aber leider gerade umgebaut wurde.


In Texas ist alles viel größer

Obwohl der Staat Texas einer der größten Staaten der USA ist, haben wir nur einmal in Texas übernachtet. Die Route 66 hat Texas ganz im Norden durchquert und da ist der Staat nicht so breit. Dennoch hatten wir eine tolle Nacht in Amarillo, wo sich immer noch sehr viel um Cowboys und ihren Pferden dreht.


Obwohl wir nur eine Nacht hier waren, mussten wir ein Steak in Texas essen. Uns wurde gesagt, dass in Texas alles etwas größer ist und das gilt auch für die Steaks. Das bekannteste Steakhaus in Amarillo ist die Big Texan Steak Ranch, wo es das wohl größte Steak der Welt gibt. Man kann sich der Herausforderung stellen und wenn man das 72 oz. Steak mit Beilagen in einer Stunde alleine Essen kann, dann bekommt man das gesamte Essen gratis. Umgerechnet ist das ein über 2 kg schweres Steak und sehr viele Beilagen. An diesem Abend hat es leider niemand versucht. Wir hätten gerne zugeschaut.


Wir haben uns dann doch lieber zusammen ein 21 oz. Steak gegönnt, das ist umgerechnet auch über ein halbes kilo Fleisch. Es war auf dem Punkt gebraten und die Beilagen waren auch super. Umgerechnet haben wir zusammen 40 Euro gezahlt und das war für dieses Essen wirklich sehr, sehr wenig. Also wenn jemand mal ein richtiges Steak essen will, dann ist Texas sicher die richtige Zone.

Einige Meilensteine der heutigen Route 66

Wir sind in den letzten Tagen auch bei einigen Must-See Punkten der heutige Route 66 vorbei gekommen. Einer davon ist die Cadillac-Ranch, eine Wiese neben der heutigen Autobahn, wo ein reicher Künstler 10 Cadillacs halb vergraben hat lassen. Heute sieht man noch 10 sehr rostige Autos halb aus dem Boden ragen und jeder ist eingeladen sich mit Spraydosen auf den Wracks zu verewigen.


Ebenfalls sehr interessant ist ein riesiges Kreuz direkt neben der Autobahn. Rund um das riesige Kreuz, das man schon von einiger Entfernung sieht, ist ei Kreuzweg mit lebensgroßen Figuren. Da wir genau am Karfreitag dort vorbei gekommen sind, war es eine tolle Gelegenheit, sich die Bedeutung von Ostern nochmals in Erinnerung zu rufen.


Ein paar Kilometer weiter haben wir noch eine tolle Tankstelle gefunden, die noch genau wie vor 70 Jahren ausschaut und auch sehr gut erhalten wurde. Heute ist es ein Infocenter, aber der Baustil ist sehr schön und auf jeden fall einen Stopp wert.


Auf dem Weg haben wir noch ein altes Eisenwarengeschäft entdeckt. Anscheinend haben die Besitzer das Geschäft vor vielen Jahren von einem Tag auf den anderen geschlossen und sind weg gezogen und seit diesem Tag war niemand mehr im Geschäft und alles sieht noch so aus wie in den 1960iger Jahren. Man kann durch die Auslage in den Laden rein schauen und fühlt sich wie in eine andere Zeit zurück versetzt. Unglaublich.


Für uns sehr interessant, sind auch die verschiedenen Route 66 Museen, die hier überall auf der Strecke liegen. Wir hatten zu Beginn Angst, dass alle diese Museen nur die gleichen Sachen ausgestellt haben, aber jedes Museum präsentiert sich etwas anders und berichtet über andere Begebenheiten. Auch von außen sind diese gebäude immer sehr interessant wie das National Route 66 Museum in Elk City oder auch das Route 66 Museum in Clinton.




Oklahoma City - noch eine Hauptstadt auf unserem Weg

Heute sind wir in Oklahoma City angekommen, was die Hauptstadt vom Staat Oklahoma ist. Wir haben uns einen tollen Stadtteil namens Bricktown angeschaut un durften sogar bei einem Baseballspiel zuschauen. Das war für uns ein kleines Highlight, da die Amerikaner sehr stolz auf ihre Sportarten sind und das hat man heute richtig gemerkt.





Mittwoch, 23. März 2016

Vom Grand Canyon bis nach Albuquerque

Heute melden wir uns aus dem Bundesstaat New Mexico aus der Stadt Albuquerque. Wir sind jetzt schon über 2000 km mit unserem Mietwagen gekommen und haben einige tolle Plätze gesehen. Davon müssen wir euch jetzt unbedingt erzählen.

Grand Canyon - das 7.te Weltwunder

Wir haben schon wieder einen Umweg von der früheren Route 66 gemacht und haben uns einen Tag Zeit genommen um den weltberühmten Grand Canyon anzuschauen und diese Erfahrung haben wir auch nicht bereut.

Der Grand Canyon ist eine extrem große Schlucht, die der Colorado River vor langer, langer Zeit aus dem Colorado Plateau ausgeschnitten hat. Der Canyon ist fast 450 km lang, an der breitesten Stelle gut 30 km breit und bis zu 1800 Meter tief. Wir haben uns den Grand Canyon von der Südseite angeschaut und sind als erstes zum Flughafen gefahren, da wir unbedingt einen Helikopterflug über den Canyon machen wollten. Da im Moment nicht so viel los ist, konnten wir auch nach ein paar Minuten mit einem Helikopter starten. Es gab zwei Touren zur Auswahl, eine etwas günstigere und kürzere Tour und eine teurere längere. Wir haben uns für die kürzere entschieden, sind aber dann irgendwie in einem Helikopter gelandet, der die lange Tour geflogen ist. Glück für uns, denn die Tour war einmalig und die Aussicht, die man von oben auf den Grand Canyon hat, ist einfach grandios. Egal wie teuer es ist, diese Erfahrung sollte sich niemand entgehen lassen.



Danach sind wir dann mit dem Auto direkt in den National Park gefahren und sind zu Fuss direkt an die Kante des Canyons gegangen. Auch von hier hatte man einen wunderbaren Ausblick und da die Südkante auf über 2000 Höhenmeter liegt und es erst Mitte März ist, hatten wir sogar noch die Möglichkeit ein bisschen Schnee im Grand Canyon zu sehen.


Wir sind dann noch ein ganzes Stück entlang der Südkante des Grand Canyon mit dem Auto gefahren und haben uns die verschiedenen Aussichten von verschiedenen Aussichtspunkten angeschaut. Dieses riesige Tal, das sich dieser Fluss hier rausgeschwemmt hat, zieht einen wirklich in den Bann. Wir haben den ganzen Tag im National Park verbracht, aber man hätte dort noch viel länger bleiben können.


Zurück zur Route 66 und zum Meteor Crater

Nach unserem Stop am Grand Canyon sind wir nach Flagstaff gefahren, das wieder direkt an der alten Road 66 liegt. Von dort ging es dann am nächsten Tag zum Meteor Crater. Das ist ein Krater, der vor gut 50.000 Jahren von einem  Meteorit geformt wurde. Es ist der am besten erhaltene Meteoritenkrater auf der Welt, da er in der Wüste liegt und kein Wasser und keine Vegetation ihn zerstören konnte.


Wir haben uns dort einer 1-stündigen Führung angeschlossen und dieser hat uns viel interessantes über den Krater und allgemein über die Geologie der Umgebung erzählt. Es war ein toller Kontrast zum Grand Canyon, der vollkommen natürlich durch Wasser geformt wurde, und dieses riesige "Loch" wurde von einem herabfallenden Brocken Gestein geformt. Da merkt man erst wie klein wir in diesem Universum doch sind.

National Park der versteinerten Bäume und der bemalenen Berge

Das klingt jetzt sicher komich, aber auch dieser National Park lag auf unserem Weg und das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Zur Zeit der Dinosaurier gab es in dieser Gegend richtige Wälder und daher auch viele große und dicke Bäume. Diese wurden dann nach einem Vulkanausbruch von Schlamm und Asche überdeckt und diese haben eine chemische Reaktion ausgelöst, sodass das Holz in der Erde versteinert wurde. Von weiten sieht es aus, als würden hier in der Wüste alles Holzbrocken rumliegen, aber wenn man genauer hinschaut, seht man dass es versteinertes Holz ist, das durch die chemische Reaktion in allen Farben zu finden ist.


Wenn man in diesem National Park dann weiter fährt, kommt man zu ganz anderen merkwürdigen Felsen, die wie bemalen ausschauen und in verschiedenen Farben gestreift sind. Auch das sind natürliche Ablagerungen, die später durch Erosion wieder freigesetzt wurden.



Wir konnten uns hier auch einige Steinmalereien von indianischen Stämmen anschaue, die in dieser Zone gelebt haben.


Über die Grenze von New Mexico

Weiter ging es für uns über die Grenze von New Mexico nach Gallup. Das ist eine kleine Stadt in der Nähe der Grenze, die wirkt als wäre die Zeit dort stehen geblieben. Im Zentrum der Stadt findet man sehr viele alte Gebäude mit Wandmalereien, von der Zeit als es die Route 66 noch gab. Rund herum gibt es sehr viele nicht mehr wirklich bewohnte Gebäude.


Am Abend sind wir im Restaurant El Rancho zu Abend essen gegangen. Das ist ein bekanntes Restaurant und Hotel in dem sehr viele Filme der 30iger und 40iger Jahre gedreht wurden und auch viele Filmberühmtheiten dieser Zeit dort gerne ein paar Tage geblieben sind. Das Gebäude schaut noch aus wie früher und das Abendessen im Mexikanischen Stil war sehr gut.


Das Land von Feuer und Eis

Noch eine Kuriosität lag auf unserem Weg, das Land von Feuer und Eis. Das ist ein kleines privates Grundstück, wo man zum einen einen Vulkan besteigen kann und nicht weit davon entfernt, kann man noch eine Eishöhle anschauen. Wie das zusammen passt konnten wir uns auch nicht richtig vorstellen. Der Vulkan hat vor einigen tausend Jahren durch seinen Ausbruck eine Lavahöhle gegraben und in einem Teil dieser Höhle ist es ganzjährig so kalt, dass sich dort eine dicke Eisschicht gebildet hat.


So nahe beieinander kann Feuer und Eis manchmal sein.

Albuquerque - wir kommen

Die Weiterfahrt nach Albuquerque war dann richtig merkwürdig, da im Moment ein extremer Wind durch die Zone fegt. Auf der Autobahn sah es ein bisschen aus wie im Wilden Westen, da der Wind immer wieder diese runden Sträucher aus dem Boden reist und über die Straße bläst. Wir kennen das nur von den Western-Filmen, wo diese runden Sträucher durch die Straßen der kleinen Städte geblasen werden. Hier passiert das gerade überall und auf der Autobahn macht es nicht so viel Spass über die Dinger drüber zu fahren.

Endlich in Albuquerque angekommen, haben wir uns noch die Altstadt etwas genauer angeschaut, die wirklich sehr nett ist und man fühlt sich nicht wirklich wie in den USA, sondern mehr wie in Mexiko.


Hier haben wir uns auch noch den 66 Diner angeschaut. Dieses amerikanische Restaurant gab es zwar noch nicht als es die Route 66 noch gab, aber er wurde später in diesem Stil nachgebaut und wir hatten dort sehr viel Spass, die alten Sachen und auch die Einrichtung zu bewundern.



Sonntag, 20. März 2016

Las Vegas und der Wilde Westen

Wir sind nun schon wieder ein Stück von Las Vegas entfernt und haben wieder einiges von unserer Reise zu berichten.

Las Vegas - auch zum 2. Mal interessant


Vor circa sieben Jahren waren wir schon einmal in Las Vegas und da es uns damals so gut gefallen hat, mussten wir dieses Mal wieder hin. Beim letzten Mal hatten wir einiges nicht gesehen oder verpasst, wie zum Beispiel das Welcome Las Vegas-Schild. Wir haben uns dieses Mal extra online raus gesucht, wo das Schild genau ist und sind dann mit dem Auto hin gefahren. Die Fotos sind richtig toll geworden und es hat sich wirklich gelohnt.


Ebenfalls verpasst hatten wir den Stratosphere Tower zu besichtigen. Das ist der höchste Turm von Las Vegas und liegt genau zwischen dem alten und dem neuen Las Vegas. Dieses Mal sind wir genau bei Sonnenuntergang rauf und die Aussicht war wirklich gut. Erst von oben sieht man wie groß Las Vegas ist und dass es nicht nur aus den großen Casinos und Hotels besteht, sondern auch viele Wohngegenden. Für Franzi's Höhenangst war dieser Turm der Schlimmste von allen, da oberhalb der Aussichtsplattform eine Art Achterbahn gebaut ist und immer wenn diese los geht, bewegt sich der ganze Turm. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit vom Skyjump, dass man vom der Aussichtsplattform an einem Seil runter springen kann und man sieht alle paar Minuten wieder jemand runter hüpfen. Echt nichts für Leute mit Höhenangst.


Wir haben uns auch das Hard Rock Cafe in Las Vegas angeschaut, das es bei unserem ersten Besuch noch nicht gab und hatten einen tollen Platz auf der Terasse mit Blick auf New York, New York und deren Achterbahn. Die Aussicht auf den Strip war toll und dass wir Mitte März draußen mit kurzer Hose am Abend sitzen konnten war auch sehr angenehm.


Sehr viel Zeit haben wir dieses Mal auch im The Venetian verbracht. Das ist der Komplex, wo Venedig nachgebaut ist. Man findet dort eine etwas kleinere Version vom Markusplatz und der Rialto-Brücke, innen und außen sind Kanale nachgebaut, wo man mit einer venezianischen Gondel fahren kann und sehr viele, sehr teure Geschäfte. Auch wenn wir dort nichts gekauft haben und auch im Casino nur ein paar wenige Dollar verspielt haben, war die Atmosphäre dort sehr schön.


Es gibt in Las Vegas sehr viele Shows, die man jeden Abend besuchen kann. Wir haben uns keine Show angeschaut, aber sind einen Abend zur Fremont Street Experience gefahren. Die Fremont Street liegt im alten Las Vegas etwas nördlich vom Rest und dort gibt es eine Straße die mit einem riesigen Bildschirm überspannt ist und dort wird jede Stunde eine Lichtershow mit Musik gezeigt. Da an diesem Tag auch noch St. Patricks Day war, ging da richtig die Post ab und wir mussten uns durch die Menschenmenge drücken.


Kurzer Abstecher zum Hoover Dam

Nach zwei Nächten in Las Vegas war es dann aber auch wieder Zeit weiter zu fahren und uns wieder auf die ursprüngliche Route 66 zu begeben. Auf dem Weg dorthin haben wir uns aber auch noch den Hoover Dam angeschaut. Damit nicht mehr der gesamte Verkehr über den Dam fahren muss, gibt es jetzt eine neue Brücke etwas oberhalb. Diese Brücke ist auch für Fussgänger zugänglich und wir konnten die ganze Länge drüber spazieren und tolle Fotos machen.


Weiter gehts durch Oatman

Wir hatten von Oatman gelesen, dass es eine Wild West Stadt ist, wo die früheren Packesel der Minenarbeiter noch wild rumlaufen und das beschreibt dieses Dorf wirklich perfekt. Es gibt eine Straße, die durch das Dörfchen führt und dort findet man einge Souvenir-Shops und Bars und auf der Straße selbst haben die Esel das sagen. Man kann in den Geschäften für 1 Dollar Eselfutter kaufen und die Tiere damit füttern. Sie lassen sich auch streicheln und gehen gaz gemütlich auf der von Autos befahrenen Straße spazieren. Man sieht wie die Autos hinter den Tieren hinterher schleichen und auf die Gelegenheit warten, an den Eseln vorbei zu fahren. Die Tiere sind sicher die größte Attraktion von Oatman und das sieht man so wirklich nicht alle Tage.


Von Oatman sind wir weiter gefahren nach Kingman. Auf dem Weg muss man über einen kleinen Pass und die Aussicht von der sehr wenig befahrenen Straße ist toll. Uns sind auch noch einige wilde Esel begegnet und auch ein Rind. Ob das wild war oder nicht, konnten wir nicht sagen. Auf jeden Fall war die Strecke super und gehört noch zum Teil der Route 66, das erhalten geblieben ist.


Kingman's Route 66 Museum

Kingsman ist eine der größten Städte an der wieder vorhandenen Route 66 und bietet auch ein Museum über die Straße. Das mussten wir uns anschauen.


Wir haben dort erfahren, dass es die Route 66 seit 1926 gibt und es eine wichtige Straße war um ganz USA zu durchqueren. In den 70iger Jahren wurden dann Strecken der Route 66 durch Autobahnen ersetzt und viele Abschnitte umbenannt. 1985 gab es keine Straße mehr die offiziell Route 66 hieß. Durch den Einsatz einiger Einheimischer, wurde ein Stück der Straße in Arizona wieder umbenannt in Historic Route 66 und darauf sind wir gefahren.


Es gibt hier wirklich noch einige sehr merkwürdig wirkende Geschäfte und Tankstellen, die ausschauen als wäre die Zeit stehen geblieben und man fühlt sich wie in den 60er oder 70er Jahren, wo die Route 66 zu den Must Do's der Amerikanern gehörte. Einmalig ist wohl das beste Wort um diese Geschäfte und Häuser zu beschreiben.


Seligman und Williams - noch zwei Orte an der Route 66

Auch diese beide Dörfer bieten so ihre Eigenheiten und man sollte sich auf jeden Fall ein paar Minuten Zeit nehmen dort zu bleiben und sich alles etwas genauer anzuschauen.


In Williams haben wir einige tolle Diner gefunden, die noch wie früher ausschauen. Dort kann man meist zu guten Preisen was richtig amerikanisches Essen und ist danach sicher richtig satt, weil die Portionen so groß ausfallen.



Donnerstag, 17. März 2016

Einmal quer durch die USA!

nHeute melden wir uns vom Festland der USA, ganz genau gesagt aus Las Vegas. Wie wir hierher gekommen sind, möchten wir euch jetzt kurz genauer erzählen.

Unser Weg von Maui aufs Festland

Wir sind von Maui nach Honolulu nochmals mit einem kleinen Flieger der Mokulele Air geflogen. Auch dieses mal war es ein kleiner Panoramaflug, gleich neben Maui's Nachbarinsel Molokai vorbei und zu Sonnenuntergang sind wir dann in Honolulu gelandet mit einer scharfen Linkskurve über Pearl Harbor.


Diese beiden Flüge mit den kleinen Cesna's waren im nachhinein gesehen sehr interessant, aber es schwankt doch recht stark in den kleinen Fliegern und daher müssen wir das nicht öfter haben. Unsere Pilotin meinte, dass sie selbst es immer mehr genießen, wenn es ein bisschen stürmischer ist und man was zu tun hat.

In Honolulu haben wir dann unsere letzte Nacht auf Hawai'i in einem Fluhafenhotel übernachtet, da wir erst am Abend angekommen sind und es gleich am nächsten Tag nach Los Angeles weiter ging. Leider war der Flieger von Honolulu nach Los Angeles dann über drei Stunden in Verspätung, also könnt ihr euch vorstellen, dass wir den Flughafen von Honolulu nun extrem gut kennen. Dafür hatten wir dann einen fast leeren Flieger und konnten uns auf mehreren Stühlen ausbreiten. Bei einer Flugdauer von knapp 5 Stunden, war das gar nicht so schlecht. In Los Angeles sind wir dann sehr spät in der Nacht gelandet und waren froh, dass wir auch hier schon ein Flughafenhotel vorgebucht hatten.



Wie geht es jetzt weiter?

Wir hatten uns diese Frage schon auf Hawai'i gestellt, da wir immer ein paar Tage im voraus gebucht haben und haben dort nach langem Hin und Her entschieden, dass wir die Route 66 machen wollen. Wir hatten zwar nach den endlosen Strecken, die wir in Australien gefahren sind, eigentlich nicht mehr vor die gesamte Strecke von L.A. nach Chicago zu fahren, aber wir würden es wohl doch bereuen, wenn wir es nicht machen. Somit haben wir schon im Voraus einen Mietwagen online gebucht und haben diesen am Flughafen in Los Angeles am Morgen nach unserer Ankunft abgeholt.


Da wir L.A. schon einmal vor einigen Jahren besucht hatten, wollten wir uns nicht mehr lange in der Stadt aufhalten und schnell ein Stück weiter fahren. Wir mussten aber schon noch den Start- bzw. Endpunkt der Route 66 in Santa Monica besuchen und dort ein Foto für euch machen. Auf dem Santa Monica Pier war richtig viel los, da diese Woche in den USA fast überall die Frühlingsferien angefangen haben. Wir hatten tolles Wetter und da sind wir etwas länger am Pier geblieben.


Danach haben wir noch einen kleinen Abstecker nach Hollywood gemacht und haben uns nochmals die Sterne auf dem Boden angeschaut und die vielen Hand- und Fußabdrücke vor dem Chinese Theater. Lange haben wir es da aber nicht ausgehalten, da so viel los war und wir überall nur angequatscht wurden und jeder was verkaufen wollte. Trotzdem war es ein netter Abstecher und wir konnten ein bisschen in Erinnerungen schwelgen.


Verkehrschaos in L.A. live miterlebt

Nach unserem Stopp in Hollywood, sind wir leider in einen riesen Stau geraten um raus aus der Stadt zu kommen. Wir haben für gut 40 km nach Pasadena über 1,5 Stunden gebraucht. Das war leider etwas blöd, aber in Los Angeles eine vollkommen normale Situation. Man kann sich das kaum vorstellen, weil die Autobahnen quer durch L.A. extrem riesig sind und meist über 4 oder 5 Spuren haben, aber dennoch waren all diese Spuren voll mit Autos und LKWs und keiner ist gut weiter gekommen.


Irgendwann sind wir dann auch in Pasadena angekommen und durften feststellen, dass Pasadena wirklich eine tolle Stadt ist. Das Zentrum besteht aus vielen restaurierten Art-Deco-Häusern und man kann wirklich sagen, dass es sehr nett ist dort durch die Straßen zu bummeln.


Wir mussten aber noch weiter bis nach Barstow fahren, wo wir ein Hotel gebucht hatten. Auch hier war der Verkehr noch recht stark, somit sind wir erst gegen 9.00 Uhr am Abend nach Barstow ins Hotel gekommen. Der Verkehr in Los Angeles und rund herum ist echt extrem und man sollte fast das Doppelte an Zeit rechnen, wenn man unter Tags mit dem Auto von A nach B will. Das wird uns eine Lehre sein.

Route 66 - nicht um jeden Preis

Die Route 66 war früher eine durchgehende Straße von Chicago bis nach Santa Monica in Los Angeles. Mittlerweile gibt es diese Straße gar nicht mehr wirklich. Die meisten Abschnitte der Straße wurden in Autobahnen umgewandelt oder umbenannt. Einige Abschnitte sind gar nicht mehr als Straße ausgewiesen. Es gibt noch richtige Fans, die unbedingt und um jeden Preis genau die originale Straße der Route 66 fahren wollen. Wir gehören da nicht dazu. Uns geht es mehr um die Erfahrung, diese lange Strecke von knapp 4000 km durchzufahren. Wir werden auch einige Strecken etwas anders fahren und auch ein paar Umwege einbauen, wenn es was interessantes zu sehen gibt.


Die Geisterstadt Calico

Heute haben wir uns schon mal eine große Dosis Wilder Westen angeschaut, da wir die Geisterstadt Calico angeschaut haben. Das ist eine Stadt, die um 1880 wegen seiner Silbervorkommnisse sehr beliebt war und nachdem der Silberpreis stark gesunken war, verlassen wurde. Die Stadt wurde um 1950 restauriert und dem Staat California geschenkt.

Man kann sich hier wirklich vorstellen, wie die Menschen zur dieser Zeit gelebt haben müssen und wie schwierig das Leben damals gewesen sein muss. Trotzdem wurden in Calico in gut 20 Jahren Millionen von Dollars an Silber in den Minen gefunden.


Danach ging es für uns weiter nach Las Vegas. Das ist schon ein kleiner Umweg von der Route 66, da diese südlich von Las Vegas vorbei geführt hat, aber wir wollten uns Las Vegas nochmals anschauen, wenn wir schon in der Gegend sind.