Mittwoch, 23. März 2016

Vom Grand Canyon bis nach Albuquerque

Heute melden wir uns aus dem Bundesstaat New Mexico aus der Stadt Albuquerque. Wir sind jetzt schon über 2000 km mit unserem Mietwagen gekommen und haben einige tolle Plätze gesehen. Davon müssen wir euch jetzt unbedingt erzählen.

Grand Canyon - das 7.te Weltwunder

Wir haben schon wieder einen Umweg von der früheren Route 66 gemacht und haben uns einen Tag Zeit genommen um den weltberühmten Grand Canyon anzuschauen und diese Erfahrung haben wir auch nicht bereut.

Der Grand Canyon ist eine extrem große Schlucht, die der Colorado River vor langer, langer Zeit aus dem Colorado Plateau ausgeschnitten hat. Der Canyon ist fast 450 km lang, an der breitesten Stelle gut 30 km breit und bis zu 1800 Meter tief. Wir haben uns den Grand Canyon von der Südseite angeschaut und sind als erstes zum Flughafen gefahren, da wir unbedingt einen Helikopterflug über den Canyon machen wollten. Da im Moment nicht so viel los ist, konnten wir auch nach ein paar Minuten mit einem Helikopter starten. Es gab zwei Touren zur Auswahl, eine etwas günstigere und kürzere Tour und eine teurere längere. Wir haben uns für die kürzere entschieden, sind aber dann irgendwie in einem Helikopter gelandet, der die lange Tour geflogen ist. Glück für uns, denn die Tour war einmalig und die Aussicht, die man von oben auf den Grand Canyon hat, ist einfach grandios. Egal wie teuer es ist, diese Erfahrung sollte sich niemand entgehen lassen.



Danach sind wir dann mit dem Auto direkt in den National Park gefahren und sind zu Fuss direkt an die Kante des Canyons gegangen. Auch von hier hatte man einen wunderbaren Ausblick und da die Südkante auf über 2000 Höhenmeter liegt und es erst Mitte März ist, hatten wir sogar noch die Möglichkeit ein bisschen Schnee im Grand Canyon zu sehen.


Wir sind dann noch ein ganzes Stück entlang der Südkante des Grand Canyon mit dem Auto gefahren und haben uns die verschiedenen Aussichten von verschiedenen Aussichtspunkten angeschaut. Dieses riesige Tal, das sich dieser Fluss hier rausgeschwemmt hat, zieht einen wirklich in den Bann. Wir haben den ganzen Tag im National Park verbracht, aber man hätte dort noch viel länger bleiben können.


Zurück zur Route 66 und zum Meteor Crater

Nach unserem Stop am Grand Canyon sind wir nach Flagstaff gefahren, das wieder direkt an der alten Road 66 liegt. Von dort ging es dann am nächsten Tag zum Meteor Crater. Das ist ein Krater, der vor gut 50.000 Jahren von einem  Meteorit geformt wurde. Es ist der am besten erhaltene Meteoritenkrater auf der Welt, da er in der Wüste liegt und kein Wasser und keine Vegetation ihn zerstören konnte.


Wir haben uns dort einer 1-stündigen Führung angeschlossen und dieser hat uns viel interessantes über den Krater und allgemein über die Geologie der Umgebung erzählt. Es war ein toller Kontrast zum Grand Canyon, der vollkommen natürlich durch Wasser geformt wurde, und dieses riesige "Loch" wurde von einem herabfallenden Brocken Gestein geformt. Da merkt man erst wie klein wir in diesem Universum doch sind.

National Park der versteinerten Bäume und der bemalenen Berge

Das klingt jetzt sicher komich, aber auch dieser National Park lag auf unserem Weg und das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Zur Zeit der Dinosaurier gab es in dieser Gegend richtige Wälder und daher auch viele große und dicke Bäume. Diese wurden dann nach einem Vulkanausbruch von Schlamm und Asche überdeckt und diese haben eine chemische Reaktion ausgelöst, sodass das Holz in der Erde versteinert wurde. Von weiten sieht es aus, als würden hier in der Wüste alles Holzbrocken rumliegen, aber wenn man genauer hinschaut, seht man dass es versteinertes Holz ist, das durch die chemische Reaktion in allen Farben zu finden ist.


Wenn man in diesem National Park dann weiter fährt, kommt man zu ganz anderen merkwürdigen Felsen, die wie bemalen ausschauen und in verschiedenen Farben gestreift sind. Auch das sind natürliche Ablagerungen, die später durch Erosion wieder freigesetzt wurden.



Wir konnten uns hier auch einige Steinmalereien von indianischen Stämmen anschaue, die in dieser Zone gelebt haben.


Über die Grenze von New Mexico

Weiter ging es für uns über die Grenze von New Mexico nach Gallup. Das ist eine kleine Stadt in der Nähe der Grenze, die wirkt als wäre die Zeit dort stehen geblieben. Im Zentrum der Stadt findet man sehr viele alte Gebäude mit Wandmalereien, von der Zeit als es die Route 66 noch gab. Rund herum gibt es sehr viele nicht mehr wirklich bewohnte Gebäude.


Am Abend sind wir im Restaurant El Rancho zu Abend essen gegangen. Das ist ein bekanntes Restaurant und Hotel in dem sehr viele Filme der 30iger und 40iger Jahre gedreht wurden und auch viele Filmberühmtheiten dieser Zeit dort gerne ein paar Tage geblieben sind. Das Gebäude schaut noch aus wie früher und das Abendessen im Mexikanischen Stil war sehr gut.


Das Land von Feuer und Eis

Noch eine Kuriosität lag auf unserem Weg, das Land von Feuer und Eis. Das ist ein kleines privates Grundstück, wo man zum einen einen Vulkan besteigen kann und nicht weit davon entfernt, kann man noch eine Eishöhle anschauen. Wie das zusammen passt konnten wir uns auch nicht richtig vorstellen. Der Vulkan hat vor einigen tausend Jahren durch seinen Ausbruck eine Lavahöhle gegraben und in einem Teil dieser Höhle ist es ganzjährig so kalt, dass sich dort eine dicke Eisschicht gebildet hat.


So nahe beieinander kann Feuer und Eis manchmal sein.

Albuquerque - wir kommen

Die Weiterfahrt nach Albuquerque war dann richtig merkwürdig, da im Moment ein extremer Wind durch die Zone fegt. Auf der Autobahn sah es ein bisschen aus wie im Wilden Westen, da der Wind immer wieder diese runden Sträucher aus dem Boden reist und über die Straße bläst. Wir kennen das nur von den Western-Filmen, wo diese runden Sträucher durch die Straßen der kleinen Städte geblasen werden. Hier passiert das gerade überall und auf der Autobahn macht es nicht so viel Spass über die Dinger drüber zu fahren.

Endlich in Albuquerque angekommen, haben wir uns noch die Altstadt etwas genauer angeschaut, die wirklich sehr nett ist und man fühlt sich nicht wirklich wie in den USA, sondern mehr wie in Mexiko.


Hier haben wir uns auch noch den 66 Diner angeschaut. Dieses amerikanische Restaurant gab es zwar noch nicht als es die Route 66 noch gab, aber er wurde später in diesem Stil nachgebaut und wir hatten dort sehr viel Spass, die alten Sachen und auch die Einrichtung zu bewundern.



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