nHeute melden wir uns vom Festland der USA, ganz genau gesagt aus Las Vegas. Wie wir hierher gekommen sind, möchten wir euch jetzt kurz genauer erzählen.
Unser Weg von Maui aufs Festland
Wir sind von Maui nach Honolulu nochmals mit einem kleinen Flieger der Mokulele Air geflogen. Auch dieses mal war es ein kleiner Panoramaflug, gleich neben Maui's Nachbarinsel Molokai vorbei und zu Sonnenuntergang sind wir dann in Honolulu gelandet mit einer scharfen Linkskurve über Pearl Harbor.
Diese beiden Flüge mit den kleinen Cesna's waren im nachhinein gesehen sehr interessant, aber es schwankt doch recht stark in den kleinen Fliegern und daher müssen wir das nicht öfter haben. Unsere Pilotin meinte, dass sie selbst es immer mehr genießen, wenn es ein bisschen stürmischer ist und man was zu tun hat.
In Honolulu haben wir dann unsere letzte Nacht auf Hawai'i in einem Fluhafenhotel übernachtet, da wir erst am Abend angekommen sind und es gleich am nächsten Tag nach Los Angeles weiter ging. Leider war der Flieger von Honolulu nach Los Angeles dann über drei Stunden in Verspätung, also könnt ihr euch vorstellen, dass wir den Flughafen von Honolulu nun extrem gut kennen. Dafür hatten wir dann einen fast leeren Flieger und konnten uns auf mehreren Stühlen ausbreiten. Bei einer Flugdauer von knapp 5 Stunden, war das gar nicht so schlecht. In Los Angeles sind wir dann sehr spät in der Nacht gelandet und waren froh, dass wir auch hier schon ein Flughafenhotel vorgebucht hatten.
Wie geht es jetzt weiter?
Wir hatten uns diese Frage schon auf Hawai'i gestellt, da wir immer ein paar Tage im voraus gebucht haben und haben dort nach langem Hin und Her entschieden, dass wir die Route 66 machen wollen. Wir hatten zwar nach den endlosen Strecken, die wir in Australien gefahren sind, eigentlich nicht mehr vor die gesamte Strecke von L.A. nach Chicago zu fahren, aber wir würden es wohl doch bereuen, wenn wir es nicht machen. Somit haben wir schon im Voraus einen Mietwagen online gebucht und haben diesen am Flughafen in Los Angeles am Morgen nach unserer Ankunft abgeholt.
Da wir L.A. schon einmal vor einigen Jahren besucht hatten, wollten wir uns nicht mehr lange in der Stadt aufhalten und schnell ein Stück weiter fahren. Wir mussten aber schon noch den Start- bzw. Endpunkt der Route 66 in Santa Monica besuchen und dort ein Foto für euch machen. Auf dem Santa Monica Pier war richtig viel los, da diese Woche in den USA fast überall die Frühlingsferien angefangen haben. Wir hatten tolles Wetter und da sind wir etwas länger am Pier geblieben.
Danach haben wir noch einen kleinen Abstecker nach Hollywood gemacht und haben uns nochmals die Sterne auf dem Boden angeschaut und die vielen Hand- und Fußabdrücke vor dem Chinese Theater. Lange haben wir es da aber nicht ausgehalten, da so viel los war und wir überall nur angequatscht wurden und jeder was verkaufen wollte. Trotzdem war es ein netter Abstecher und wir konnten ein bisschen in Erinnerungen schwelgen.
Verkehrschaos in L.A. live miterlebt
Nach unserem Stopp in Hollywood, sind wir leider in einen riesen Stau geraten um raus aus der Stadt zu kommen. Wir haben für gut 40 km nach Pasadena über 1,5 Stunden gebraucht. Das war leider etwas blöd, aber in Los Angeles eine vollkommen normale Situation. Man kann sich das kaum vorstellen, weil die Autobahnen quer durch L.A. extrem riesig sind und meist über 4 oder 5 Spuren haben, aber dennoch waren all diese Spuren voll mit Autos und LKWs und keiner ist gut weiter gekommen.
Irgendwann sind wir dann auch in Pasadena angekommen und durften feststellen, dass Pasadena wirklich eine tolle Stadt ist. Das Zentrum besteht aus vielen restaurierten Art-Deco-Häusern und man kann wirklich sagen, dass es sehr nett ist dort durch die Straßen zu bummeln.
Wir mussten aber noch weiter bis nach Barstow fahren, wo wir ein Hotel gebucht hatten. Auch hier war der Verkehr noch recht stark, somit sind wir erst gegen 9.00 Uhr am Abend nach Barstow ins Hotel gekommen. Der Verkehr in Los Angeles und rund herum ist echt extrem und man sollte fast das Doppelte an Zeit rechnen, wenn man unter Tags mit dem Auto von A nach B will. Das wird uns eine Lehre sein.
Route 66 - nicht um jeden Preis
Die Route 66 war früher eine durchgehende Straße von Chicago bis nach Santa Monica in Los Angeles. Mittlerweile gibt es diese Straße gar nicht mehr wirklich. Die meisten Abschnitte der Straße wurden in Autobahnen umgewandelt oder umbenannt. Einige Abschnitte sind gar nicht mehr als Straße ausgewiesen. Es gibt noch richtige Fans, die unbedingt und um jeden Preis genau die originale Straße der Route 66 fahren wollen. Wir gehören da nicht dazu. Uns geht es mehr um die Erfahrung, diese lange Strecke von knapp 4000 km durchzufahren. Wir werden auch einige Strecken etwas anders fahren und auch ein paar Umwege einbauen, wenn es was interessantes zu sehen gibt.
Die Geisterstadt Calico
Heute haben wir uns schon mal eine große Dosis Wilder Westen angeschaut, da wir die Geisterstadt Calico angeschaut haben. Das ist eine Stadt, die um 1880 wegen seiner Silbervorkommnisse sehr beliebt war und nachdem der Silberpreis stark gesunken war, verlassen wurde. Die Stadt wurde um 1950 restauriert und dem Staat California geschenkt.
Man kann sich hier wirklich vorstellen, wie die Menschen zur dieser Zeit gelebt haben müssen und wie schwierig das Leben damals gewesen sein muss. Trotzdem wurden in Calico in gut 20 Jahren Millionen von Dollars an Silber in den Minen gefunden.
Danach ging es für uns weiter nach Las Vegas. Das ist schon ein kleiner Umweg von der Route 66, da diese südlich von Las Vegas vorbei geführt hat, aber wir wollten uns Las Vegas nochmals anschauen, wenn wir schon in der Gegend sind.
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